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 Das Kreuzfahrtschiff 
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Hexe
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Es war einmal ein milliardär, der wollte eine Kreuzfahrt machen. Also kaufte er das Kreuzfahrtschiff. Als der Stewart ihm das Essen in die Kajüte brachte, sah er, wie er ein Loch in den kajütenboden bohrte. Er fragte ihn "was machen sie da?" Der Milliardär antwortet " das ist mein Schiff. Ich kann damit machen, was ich will. Und um diesen Pöbel an Deck ist es fürwahr nicht schade" "tja" sagte der Steward," aber wenn das Schiff untergeht, gehen Sie mit unter".

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Die ewig unentwegten und naiven verstehen freilich unsre Zweifel nicht, flach sei die Welt erklären sie uns schlicht und faselei die sage von den Tiefen ( hermann hesss, das Glasperlenspiel)


Do 4. Mai 2017, 15:38
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Registriert: Mi 23. Nov 2016, 00:49
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Ich verstehe die Geschichte ehrlich gesagt nicht ... bzw den Milliadär ... der wollte doch ursprünglich ne Weltreise machen und dann versenkt er Grundlos seinen Kahn ... wie bescheuert!
Aber auch, wenn es sein Schiff ist kann er den nicht einfach versenken, wenn er damit Menschenleben gefährdet ... Nur weil es mein Messer ist heißt das noch lange nicht, dass ich das auf meinem Grundstück überall hin werfen darf, auch wenn da gerade ganz rein zufällig ein Mensch in der Flugbahn steht ...
Alleine das eigene Leben mutwillig und ohne irgendeinen Nutzen ausser der Machtdemonstration über das der anderen zu stellen (nicht das Leben aber die eigene Person als dazu befugt anzusehen um über das Leben oder Sterben anderer entscheiden zu können ) ... :kotz:

Liebe Grüße,
Fee ^^

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Ich kann ein Schiff nur steuern, wenn es fährt :)


Sa 6. Mai 2017, 23:49
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Da könnte diese Geschichte ein wenig altagstauglicher sein ;) :

Es war einmal ein Milliardär, dem schon so einiges gehörte, u.a. dieser weiße Koloss hier Bild

Eines Tages lud er seine Abteilungsleiter aus Deutschland zu einer 3wöchigen Firmen-Rundreise durch die USA ein, um diese persönlich kennenzulernen und ihnen zu zeigen, für wen und für was sie eigentlich arbeiten.

Kurz vor der Rückreise nach Deutschland lud dieser Milliardär diese Angestellten zum Essen ein. Es war ein gemütlicher und schöner Abend, wie alle einstimmig befanden. Schließlich wurde die Rechnung verlangt. Der Milliardär studierte sie sorgfältig, blickte sich um und sagte: "Der Laden gefällt mir mit allem Drum und Dran! Was kostet das?"

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Kom allfader Odin
Kom moder min Frigg
Kom vise vanar
Kom utgamle thursar

www.zona-de-galgos.de/


So 7. Mai 2017, 05:14
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Hexe
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Nein, fee, er versenkt nicht grundlos das Schiff. Er hatbes gekauft, es gehört ihm und er hat gerade lustfeindlich loch zu bohren. Und er kann es. Also tut Er esEr weiß ja gar nicht was er tut. Wahrscheinlich ch hält er sich dabei sogar für mächtig und merkt gar nicht, dass er sich damit auch selber schadet.

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So 7. Mai 2017, 05:24
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Das Kreuzfahrtschiff hat bei bei ne Assoziation zum Epilog in "Der Name der Rose" von Umberto Eco erzeugt ...

Zitat:

... Doch vielleicht ist diese meine Blindheit auch nur die Folge des Schattens, den die näherkommende Große Finsternis auf unsere vergreiste Welt wirft.
Est Ubi gloria nunc Babylonia? [Wo ist nun Babylons Ruhm?]
Wo ist der Schnee vom vorigen Jahr?
Die Welt tanzt den schaurigen Tanz des Macabre, mich dünkt zuweilen, die Donau sei voller Narrenschiffe auf der Fahrt in ein dunkles Land.



Karat - Das Narrenschiff




Reinhard Mey - Das Narrenschiff


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So 7. Mai 2017, 08:09
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Hexe
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Ja, narrenschiffe sind überall unterwegs, find ich auch. Och werbest nun der größte Narr, der Milliardär oder der der mitfährt, weil er sich davon was erhofft? Oder fährt der der mitfährt deswegen mit, weil das seine einzige Möglichkeit ist sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen? :denkend_0005:

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So 7. Mai 2017, 16:15
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glasperlenspielerin hat geschrieben:
Es war einmal ein milliardär, der wollte eine Kreuzfahrt machen. Also kaufte er das Kreuzfahrtschiff. Als der Stewart ihm das Essen in die Kajüte brachte, sah er, wie er ein Loch in den kajütenboden bohrte. Er fragte ihn "was machen sie da?" Der Milliardär antwortet " das ist mein Schiff. Ich kann damit machen, was ich will. Und um diesen Pöbel an Deck ist es fürwahr nicht schade" "tja" sagte der Steward," aber wenn das Schiff untergeht, gehen Sie mit unter".


Den Pöbel an Deck kann man als auch als die Menschenmasse sehen, über die ein Milliardär oft regiert. V.a. die Bankiere, die mit den Zentralbanken quasi ganze Länder kontrollieren. Die müssen fast nur mit der Wimper zu zucken und schon kuschen die Politiker. Und wenn die meinen, es müsse hier und da mal wieder Krieg herrschen, dann wird das auch so gemacht, und der "Pöbel" darf mal wieder leiden und mit seinen Leben bezahlen. Dass die Hauptverantwortlichen eines Tages dadurch selber untergehen, wäre wünschenswert.

Da fällt mir noch die Kapelle ein, die auf der Titanic angeblich noch währends des Untergangs gespielt haben soll. Bis das Deck zu steil war.



Und ebenso wie Nordrage fällt mir dazu ein Lied ein (hat aber nix mit der Titanic per se zu tun sondern eher mit persönlichem Untergang (und daraus neu geboren werden)):


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"Wie oben - so unten, wie unten - so oben. Wie innen - so außen, wie außen - so innen. Wie im Großen - so im Kleinen."


So 7. Mai 2017, 17:42
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glasperlenspielerin hat geschrieben:

Ja, narrenschiffe sind überall unterwegs, find ich auch. Och werbest nun der größte Narr, der Milliardär oder der der mitfährt, weil er sich davon was erhofft?



Das Grundübel scheint mir, ist, daß sich sowohl der Milliardär, als auch die Mitfahrenden, für höchst ernsthafte Personen halten, und während ihrer Reise die tiefste Überzeugung hegen, sich auf einer "alternativlosen" Route und selbst natürlich in einer "wichtigen" Funktion zu befinden.

glasperlenspielerin hat geschrieben:

Oder fährt der der mitfährt deswegen mit, weil das seine einzige Möglichkeit ist sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen? :denkend_0005:



Wenn jemand der mitfährt, das aus dieser Überzeugung heraus tut, kann es es sich nur um einen Narren handeln.
Diese Schiffe fahren nirgendwohin - bzw. kommen nirgendwo an - sie existieren zu dem Selbstzweck, eine eigene kleine Welt zu bilden - ... wenn sie irgendwo anlegen, bzw. ankommen würden, wäre diese eigene kleine Welt aufgelöst, von der Wirklichkeit berührt - also mit anderen Worten ... einfach futsch.

Weil sie aus dem Grund nirgendwo anlegen können und wollen, gehen sie demzufolge irgendwie, irgendwo und irgendwann unter.

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So 7. Mai 2017, 17:58
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Hexe
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Ja Nordrage, die "alternativlose " Route, die " alternativlose " Wirtschaftspolitik, dieses in Wahrheit nicht gibt. :dash1:

Diese Buch https://www.amazon.de/Aufstand-Dummheit ... 3990012193 istbest im mai erschienen. Ich glaube es passt gut zu diesem Thema. Noch habe ich es nicht gelesen. ich schätze aber den Autor sehr.

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Di 9. Mai 2017, 06:18
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