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 Gender-Mainstreaming 
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Registriert: Di 5. Apr 2016, 16:15
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Hi Nordrage :)


Nordrage hat geschrieben:
Wenn man Es recht bedenkt ... da tun sich ja noch weitere Fragen auf ...
z.B. ob Es diskriminierend ist, wenn man eine Polizistin "Bulle" nennt - Politisch korrekt müßte man dann ja "Kuh" sagen - um wie gewünscht, der Dame daß Ihr zustehende geschlechterspezifische stärkere Identifikationspotenzial zu verschaffen ...


Daran hab ich auch schon gedacht. Einem Polizisten kann man ja zur Not noch erklären, dass man "Bulle" als Kompliment meinte :lol:
Da "Kühe" da aber recht engstirnig sind :laugh2: (wieso, stimmt doch) nenne ich sie, der Einfachheit halber und um den gewissen Lokalkolorit auszunutzen, schlicht "Bullette" ;)

Zitat:
Und wie siehts aus, wenn ich mir demnächst im Büroartikelkatalog sowohl nen Bleichstiftanspitzer, als auch ne' Bleistiftanspitzerin bestelle - ich hoffe bloß ich kann die Beiden dann noch auseinanderhalten - damit ich keinen von Beiden diskriminiere ;)
Die rosa Bleistiftanspitzerin hat ja auch das Recht, mit Er angeredet zu werden und könnte ja auch mal so blau, wie der Bleistiftanspitzer sein wollen ... ;)


Moment. Bei Steckern wird ja auch zwischen "Männlich" und "Weiblich" unterschieden. Ein Bleistiftanspitzer ist aber eindeutig Weiblich und müsste daher eigentlich Bleistiftanspitzer "weiblich" heissen oder eben wie Du dank deines Multiphasen-Geistes herausgefunden hast, Bleistiftanspitzerin. Zumal "sie" den Bleistift, der ja männlich ist, durchaus "Spitz" macht :oops:

Zitat:
Dich muß man ja auch mögen - bleibt einem ja nichts anderes übrig. ;)


Schrecklich, nicht wahr? ;)


Zitat:
Vielleicht sind ja auch alle hier in diesem Forum bloß komplexe autonome Abspaltungen meines Bewußtseins, mit deren Hilfe ich kompensatorisch die vielfältigsten Dinge ausleben kann, ohne daß ich mich damit zu identifizieren brauche. ;)
Was wäre, wenn ich mir dieses Forum also zu diesem Zweck nur einbilden würde, um so den psychischen Kontakt zu meinen Abspaltungen herzustellen ...


Das wäre durchaus denkbar und möglich. Umgekehrt könnte ich das auch und mir deine Antworten einfach einbilden lassen, um nicht selber darüber nachdenken zu müssen. :thank_you:


Zitat:
In Wirklichkeit saufe ich vielleicht gerade durch dich den Grufties mit sardonischem Lächeln den Rum weg, oder schlendere gerade über die Hasenheide, auf der Suche nach arabischen Heilkräutern ... ;)


Äh ne, den Rum saufe ich und die trinken Hefe-Weizen - weil sie genau wissen, dass ich den nicht mag und somit der Abend einigermaßen "gesichert" ist :eingeschnappt:

Kreuzberg, Hasenheide... woher kennst Du mich eigentlich ? :denkend_0005:


Ganz liebe Grüße zurück,

Sylvia


Mo 24. Okt 2016, 00:28
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Da das Thema immer noch sehr aktuell diskutiert wird, möchte ich gerne etwas Aufklärungsarbeit leisten. Es gibt leider ziemlich viele verschiedene kursierende Definitionen und Halbwissen zu dem Begriff "Gender Mainstreaming".
Das was in unserem Grundgesetz als Gender-Mainstreaming definiert ist, ist wie folgt gemeint:

Zitat:
Der internationale Begriff Gender Mainstreaming lässt sich am besten mit Leitbild der Geschlechtergerechtigkeit übersetzen. Das Leitbild der Geschlechtergerechtigkeit bedeutet, bei allen gesellschaftlichen und politischen Vorhaben die unterschiedlichen Auswirkungen auf die Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern grundsätzlich und systematisch zu berücksichtigen.

Dieses Vorgehen, für das sich seit der UN-Weltfrauenkonferenz 1995 international der Begriff Gender Mainstreaming etabliert hat, basiert auf der Erkenntnis, dass es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt, und Männer und Frauen in sehr unterschiedlicher Weise von politischen und administrativen Entscheidungen betroffen sein können. Ein solches Vorgehen erhöht nicht nur die Zielgenauigkeit und Qualität politischer Maßnahmen, sondern auch die Akzeptanz bei Bürgerinnen und Bürgern.

Gender Mainstreaming bedeutet also zu berücksichtigen, dass eine Regelung für die Lebenswirklichkeiten von Frauen und Männern unterschiedliche Auswirkungen haben kann, daher "Gender". Dies gilt für alle Regelungen, nicht nur solche mit einem ausdrücklichen Gleichstellungsziel, daher "Mainstreaming".

Quelle: BMFSJ - Strategie "Gender Mainstreaming" vom 19.02.2016

Es geht also definitiv nicht darum, dass sich jeder sein Geschlecht plötzlich selbst aussuchen darf oder der Meinung ist, es gäbe gar keine Geschlechter oder keine Männer und Frauen oder was auch sonst noch immer kritisiert wird.
Es geht viel mehr darum, für die Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft zu sorgen, damit Frauen nicht benachteiligt werden.


Mi 1. Mai 2019, 14:16
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