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 Irische Elfen-Wechselbälger 
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Zum Namen:
Eine weitere Bezeichnung ist auch Wechseling oder "Stock".

Zur Ursache:
Anscheinend bereitet den anmutig und schönen Wirken Elfen die Vermehrung starke Schwierigkeiten.
Häufig sterben die Elfenkinder oder kommen verkrüppelt auf die Welt-was für die "schönen Elfeneltern" so abstoßend wirkt, dass sie die eigenen Kinder gegen ungetaufte und schöne, oder sehr belobte Kinder aus der Menschenwelt tauschen.

Wechselbalgkategorien:
Es gibt 3 verschiedene Arten von Wechselbälgern.
Einmal die eigentlichen Elfenkinder, dann Elfengreise die als Kinder verkleidet sind und zum Schluss gibt es noch "Stocks". Dabei handelt es sich um unbelebte Gegenstände, denen das Aussehen eines Kindes gegeben wird.

Das Äußere:
Das eigentliche Aussehen der Wechselbälger wird mit einem runzligen Gesicht und gelber, pergamentartiger Haut beschrieben.
Diese Wesen besitzen zudem sehr dunkle Augen, die von einer Weisheit zeugen, die nicht seinem Alter entsprechen.
Hinzu kommen noch physische Missstände wie ein Buckel oder eine lahme Hand.

Das Innere:
Wechselbälger, die bereits in einer Menschenfamilie leben, sind nie zufrieden zu stellen, außer es geschieht ein Unglück.
Ansonsten greinen, weinen und plärren sie überwiegend.
Sie lieben es zu musizieren und lernen recht schnell ein Musikinstrument wie die Fidel oder den Dudelsack zu spielen.

Das Wechselbalg im Haus:
Wurde das eigene Menschenkind gegen ein Wechselbalg vertauscht, so kann man dies recht schnell herausfinden.
Denn Wechselbälger haben bereits 2 Wochen nach dem Einzug in den Menschenhaushalt alle Zähne.
Ihre Beine sind meist sehr dünn und ihre Finger wie Krallen gebogen.
Das Wechselbalg entzieht seiner Umgebung und Familie sämtliches Glück, deswegen sind die Eltern oft bettel arm und wissen kaum, wie sie den unersättlichen Wechselbalg ernähren können.
Zudem wird ein Wechselbalgsäugling die Brust verschmähen und sofort feste Nahrung verlangen.
Obwohl Wechselbälger niemals satt werden, nehmen sie nicht zu sondern bleiben immer mager.

In der Regel überleben Wechselbälger in der Welt der Menschen nicht lange-meist nur 2 oder 3 Jahre, manche werden bis zu 12 Jahre alt.
Es gibt aber auch erwachsene Wechselbälger, diese sind sehr selten und gleichen ihren menschlichen Doppelgängern bis aufs Haar, sind jedoch eher miesepetrig veranlagt und interessieren sich weder für die Familie noch für Freunde außerdem sind sie sehr streitsüchtig.

Schutz des eigenen Kindes vor einem Austausch:
Hierzu wird angeraten, das eigene Kind möglichst schnell taufen zu lassen oder es solange mit einem geweihten Kruzifix über der Wiege zu schützen.
Es helfen auch ein Eisenschürhaken über der Wiege oder das ausgebreitete Kleidungsstück des Vaters über der Decke des Kindes.

Einen Wechselbalg wieder loswerden:
Dies ist möglich und sobald dies gelungen ist, kehrt das eigene Kind unversehrt wieder nach Hause zurück.

Eine Methode das Wechselbalg los zu werden ist, ihm sein wahres Alter zu entlocken.
Eine weitere ist, dem besagten Wechselbalg einen Tee aus Fingerhut einzuflößen, dieser verbrennt dann die menschlichen Organe des Wechselbalges und er ist gezwungen in die Elfenwelt zurück zu kehren.
Auch Hitze und Feuer bereitem dem Wechselbalg eine große Angst und er sucht schleunigst das Weite.

Quelle: http://www.amazon.de/Kleines-Handbuch-irischen-Elfen-Curran/dp/3891024592/

Dieser Text ist kein Zitat aus dem Buch, sondern eine von mir in meinen Worten wiedergegebene Zusammenfassung.


Zuletzt geändert von Obsidian am Fr 25. Mär 2016, 17:51, insgesamt 3-mal geändert.



Fr 11. Mär 2016, 11:25
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Im Englischen heißen die Changelings, gell?

Hier ein Bild dazu von Henry Fuessli von 1780:

Dateianhang:
Henry Fuessli Der Wechselbalg.jpeg
Henry Fuessli Der Wechselbalg.jpeg [ 218.66 KiB | 1878-mal betrachtet ]


Zitat:
Einen Wechselbalg wieder loswerden:
Dies ist möglich und sobald dies gelungen ist, kehrt das eigene Kind unversehrt wieder nach Hause zurück.


Und wie ist das möglich?

Es wird ja meist nur Bezug auf die Wechselbälger genommen. Aber was ist mit dem gestohlenen Menschenkind? Wie gut kam dieses denn damit zu recht, dass es seinen leiblichen Eltern entrissen wurde? Es müsste ja merken, dass es eigentlich keine Elfe ist...ob es nicht zurück würde wollen? Wie alt konnte so ein Mensch bei den Elfen werden?

_________________
"Wie oben - so unten, wie unten - so oben. Wie innen - so außen, wie außen - so innen. Wie im Großen - so im Kleinen."


Sa 12. Mär 2016, 02:57
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Registriert: Mi 9. Mär 2016, 13:56
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*Editiert, weil ich jetzt am Pc schreibe kann ^^

Scorpio Dennis hat geschrieben:
Und wie ist das möglich?
Es wird ja meist nur Bezug auf die Wechselbälger genommen. Aber was ist mit dem gestohlenen Menschenkind? Wie gut kam dieses denn damit zu recht, dass es seinen leiblichen Eltern entrissen wurde? Es müsste ja merken, dass es eigentlich keine Elfe ist...ob es nicht zurück würde wollen? Wie alt konnte so ein Mensch bei den Elfen werden?



Ich würde dir gerne meine Gedanken zu deiner Frage: Was ist mit dem gestohlenen Menschenkind? erläutern.
Ich gehe davon aus, dass diese Kinder in der Elfenwelt sehr gut behandelt werden, schließlich wurden sie ja als besserer (ästhetischerer) Ersatz zu den eigenen Kinder geraubt.
Ferner vermute ich auch, dass ihnen nicht gesagt wird, oder klar gemacht wird, dass sie keine Elfen sind. Ob der Säugling (!) Erinnerungen an seine ersten Tage in der Menschenwelt hat-wage ich zu bezweifeln. Oder kann sich einer von uns an seine ersten Tage auf der Welt erinnern oO?
Als Kind macht man sich vermutlich auch nicht so die Gedanken ob das alles seine Richtigkeit hat, denn dafür ist ja das Urvertrauen der Säuglinge, Kleinkinder da und wenn man glücklich ist,sich wohl und geliebt fühlt dann kommen einem auch keine Zweifel.
Sowas kommt ja meist erst, wenn die Kinder herangewachsen sind und anfangen über ihre Situation nachzudenken-aus welche Anstoß auch immer.
Bei uns nennt man das dann Pubertät ^^
Ich bin auch der festen Überzeugung, dass die seltenen Menschenkinder-die bis ins Erwachsenenalter in der Elfenwelt bleiben, vermutlich "gute Geschichten" gehört haben, warum sie a) anders sind als ihre vermeintlichen Eltern und b) vermutlich schneller altern und c) warum sie überhaupt in der Elfenwelt ihr Zuhause haben.
Ferner erscheint es mir nicht ganz unlogisch, dass sich diese Kinder wie in einer Art Trance befinden-solange sie in der Elfenwelt sind.
Denn ich stelle mir diese Welt überaus fantastisch (nicht im Sinne von Toll sondern übernatürlich ^^) vor, und habe so meine Bedenken, ob der menschliche Verstand dies ohne Schutzbarriere alles vernünftig verkraften würde...allerdings ist ihnen ja auch keine andere Welt- und Lebensweise bekannt.
Knifflig also-vermutlich kristallisiert sich das später im Pubertäts- bzw. Erwachsenenalter heraus.
Wieviele Kinder jedoch bis ins hohe Alter bei den Elfen bleiben oder ob das überhaupt jemals der Fall war, dass kann ich nicht beantworten-ich wüsste auf Anhieb keine Sage, Geschichte oder Märchen in der dies erläutert oder auch nur angeschnitten wird.


Zur Rückkehr in die Menschenwelt fände ich es plausibel,dass das Kind während der Heimreise bzw mit dem Übertreten in die Menschenwelt, eine Art Zauber umhüllt, dass die Erinnerungen an die Feenwelt austauscht gegen erdachte und falsche Erinnerungen an die Menschenwelt.
Was zum einen eine Strafe für die Elfenwesen darstellen kann (denn das Kind, um das man sich ja jahrelang gekümmert hat, erkennt einen nicht mehr und weiß auch nichts mehr über sein Leben) und zum Anderem dem Kind den Wechsel erleichtern soll. (Hört sich bissel nach karma an oder? ö.ö)

Ich finde den weiteren Gedanken, dass sich einige vertauschte Menschenkinder jedoch irgendwann wieder an ihr anderes Leben erinnern können, nicht unwahrscheinlich, wie als würde der "Schutzzauber" lichter werden und beginnen zu verblassen.
Vermutlich wird es immer so eine "Ahnung" sein und das ungewisse Gefühl, nicht ganz Zuhause und normal zu sein.
Vielleicht haben sie auch immer mal wieder das Gefühl von Geborgenheit, wenn sich eine Elfe in dessen Nähe aufhält- was vermutlich auch nur ein "unbestimmtes Gefühl" in der Magengegend gleich kommen könnte oder eine Ahnung, dass ihr jetziges Leben eher farblos wirkt, denn das Leben in der Feenwelt stelle ich mir doch recht magisch und anders vor.

Das gibt es ja beispielsweise auch bei den Menschen, die sich immer mal wieder Bruchstückhaft an ein Leben vor ihrem jetzigen Leben erinnern könne oder immer mit einer ungewissen Ahnung durch Träume und Dejá vus ihr Leben beschreiten. So zumindest stelle ich mir das vor.

Aber das sind nur meine Gedanken dazu :)


Sa 12. Mär 2016, 11:34
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