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 Was sind Geister für euch? 
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Registriert: Sa 19. Sep 2020, 06:47
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In meinen Augen ist "Geister" ein Sammelbegriff für viele feinstoffliche Erscheinungen.

Oftmals spüre ich jemanden hinter mir, und wenn ich mich umdrehe, ist dort niemand. Ist dies eine Überlappung zweier Parallelwelten und hinter mir stand tatsächlich jemand - nur eben aus einer parallelen Dimension? Habe ich es gespürt und stand ich für diesen Augenblick sozusagen zwischen den Welten?

Viele sich immer wiederholende Erscheinungen könnten auch Aufzeichnungen früherer Ereignisse in der Atmosphäre sein. Aber es gibt auch Augenblicke, in welche sich Verstorbene noch einmal direkt verabschieden und nach ihren geliebten Menschen rufen, sich vor ihnen materialisieren oder eindeutige Zeichen geben.

Die Frage was Geister sind können wir nur nach unserem Tod richtig beantworten, nur wird uns dann die Kommunikation mit den Lebenden erheblich schwerer fallen.


Sa 19. Sep 2020, 08:33
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Ich glaube Geister hängen an Menschen. Deswegen war und ist es auch in so vielen Kulturen so wichtig, die Erinnerungen an die Ahnen positiv zu erhalten. Sie können nur existieren, solange sich noch jemand an sie erinnert. Wenn noch jemand die Erinnerung erhält, dann können sie etwas positives sein und schützend. Je vergessener sie sind, desto fremder werden sie. Wenn nur noch Fragmente da sind, dann ist es niemand mehr, den jemand noch gern hat, sondern kann etwas gruseliges kaltes werden, das keiner versteht. Und wenn nichts mehr übrig ist, keiner, der zumindest einem anderen sagen kann, dass es hier oder dort spukt, niemand der noch etwas davon weiss, dann sind sie auch fort.

Vor ein paar Wochen erst sah ich eine Frau auf der Bank in einer Bushaltestelle sitzen, die da garnicht war. Ich sah sie nur durch das Glas an der Seite, ohne das Glas nicht mehr. Das Glas war sauber und nicht bemalt. Ich weiss nicht wer das war. Sie saß da auch einfach nur und hat gewartet. Nicht gruselig.

Als wir hier neu eingezogen sind lief manchmal einer im Erdgeschoss rum. Ich fand es etwas seltsam. Ein bischen beeunruhigend, aber nicht so besonders gruselig. Ich hab bloß klargestellt, dass er nicht in das Bad gehen soll. Auf Klo und unter der Dusche will ich alleine sein. Meist wirkte es, als ob der überhaupt nichts mitbekommt. Aber er ging nicht ins Bad und niemals die Treppen hoch. Ich glaube für ihn gab es da keine Treppen, er war nicht wirklich im Haus.
Manchmal saß er auf dem Sitzplatz meiner Mutter im Esszimmer. Das fand ich auch etwas störend, aber ok, kann ich ertragen. Seitdem sie eine Krebserkrankung überstanden hat ist er offenbar fort. Als sie die hatte, da wirkte sie ihm ähnlich, als seien die beiden öfter an der selben Position.

Ich glaube, die Geister können mich die meiste Zeit nicht wahrnehmen. Ich denke, das sind auch nicht meine. Vielleicht könnten sie mich sehen, wenn derjenige an dem sie hängen, mich sehen würde.


Fr 16. Okt 2020, 19:15
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Für mich sind diese Begriffe wie Geister, Seelen, Wesenheiten sehr verwirrend und überfordern mich manchmal.

Wenn man eine intelligente Energie wahrnimmt, weiß man instinktiv, was es ist.

In dem Wort "Geister" könnte ich dabei soviel hinein interpretieren, was mit großer Sicherheit die Bedeutung des Wortes allein wohl irgendwo sprengen würde.

Dabei habe ich durchaus auch, das Phänomen beobachtet, was Jynx erklärt hat. Es gibt tatsächlich Energien, die sich anhand unserer Erinnerung und Emotionen sammeln und verselbstständigen oder verflüchtigen, wenn sie vergessen werden.

Dann gibt es aber "Geister", die an Orten leben und teilweise sich zeigen, auch wenn keiner sich an sie erinnert oder weiß, wer sie eigentlich sind.

Dann gibt es wieder Geister, die man ebenfalls nicht kennt, die einen beschützen. (wie eine Art Schutzpatron?)

Dann gibt es Geister, die ihren Tod nicht akzeptieren und versuchen in anderen Körpern Fuß zu fassen.

Deshalb kann ich die Frage dieses Themas gut verstehen. Für jeden scheint das Wort Geist eine unterschiedliche Bedeutung zu haben.

Ich benutze das Wort aus diesem Grund nicht gern und versuche, wenn möglich, zu klassifizieren, was für Energien ich wahrnehme. Das ist durchaus nicht einfach, aber das ist mir lieber als irgendwie von einem "Geist" zu sprechen.


Mo 19. Okt 2020, 19:51
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Ja, ist auch für mich verwirrend.

Windkriegerin hat geschrieben:
Dann gibt es aber "Geister", die an Orten leben und teilweise sich zeigen, auch wenn keiner sich an sie erinnert oder weiß, wer sie eigentlich sind.


Die würde ich zu den fast vergessenen Fragmenten zählen. Irgendwer weiss noch, dass es da spukt, aber sonst evtl. nichts mehr.


Windkriegerin hat geschrieben:
Dann gibt es wieder Geister, die man ebenfalls nicht kennt, die einen beschützen. (wie eine Art Schutzpatron?)


Das Schützende sehe ich als etwas anderes. Nicht nicht als Geist, sondern als Teil von dir selbst. Also nicht Du, aber etwas das zu dir gehört. In der nordischen Mythologie gibt es zwei beschützende Teile von einem selbst.

Fylgya haben meist die Form eines Tieres, wie ein Totemtier. Es kann auch als Totemtier gesehn werden. Es ist eng mit dem Charakter des Menschen verbunden. Das kann vielleicht auch eine Weile alleine zurückbleiben, wenn der Mensch gestorben ist. Es kann auch in Träumen auftauchen, auch mal in denen anderer Leute zu Besuch.

Ein Ward ist ebenfalls ein Teil von einem selbst, aber ein viel unfreundlicherer und primitiverer. Er ist Selbstschutz bei Lebensgefahr. Er kann den Körper übernehmen und dann ist man nicht mehr man selbst. Der erkennt auch keine Freunde. Wohl was wir heutzutage Panik nennen würden. Laut nordischen Mythen taucht der auf, wenn jemand einen grausamen Todeskampf hatte und er nicht kapiert, dass es vorbei ist.

Ich finde diese "Wesenheiten" haben eine Wahrheit in sich. Also ich kann verstehen, was gemeint ist. Es könnte sich lohnen, zu versuchen sie kennenzulernen, aber das ist sehr schwierig, weil man sich selbst im Weg steht dabei. So wie man sich selbst niemals in die Augen sehen kann, nur dem Spiegelbild.

Sind diese dann auch Geister?
Ist Wesenheiten das richtige Wort?


Di 20. Okt 2020, 09:02
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Hmmm, um Schutzenergien/wesen/geister nochmals aufzugreifen: Wenn sie wirklich Teil von einem selbst sind, dann ist das nochmal eine ganz andere Geschichte.

Ich meinte eigentlich tatsächlich fremde Energien, die dich beschützen, die du selbst nicht kennst und von denen du überhaupt nicht erwartest, beschützt zu werden. Vielleicht kennt sie irgendjemand oder vielleicht sind sie komplett unbekannt. Es ist mir zum Beispiel einmal passiert, dass ich allein auf den Bus wartete und sonst nur wenige Leute dort waren. Praktisch aus dem Nichts kam ein älterer Herr in weißem Anzug (komplett weiß!ohne Witz!) auf mich zu. Er war rasiert und hatte volle aber kurze weiße Haare, die zur Seite gekämmt waren. Ein sehr freundlicher Blick mit blauen Augen. Als er mich sah, sagte er zu mir, ich würde hübsch zeichnen. Ich bedankte mich verlegen und dumm, denn ich hätte merken müssen, dass mein Skizzenbuch geschlossen war. Von außen hätte er nicht erraten können, dass überhaupt Zeichnungen drin stecken. Ich habe es aber nicht bemerkt. Dann fragte er mich, ob ich mich mit Büssen auskennen würde, er hätte eine Frage zum Fahrplan. Bevor er mich ansprach, hatte sich neben mir ein merkwürdiger Typ hingesetzt, bei dem ich ein schlechtes Gefühl hatte. Aber ich wollte nicht unhöflich sein und aufstehen, nur weil er sich neben mich gesetzt hatte. Deshalb war ich ziemlich erleichtert, dass der ältere Herr mich um eine Erklärung für den Plan bat. So konnte ich aufstehen und zum Plan gehen. Wir unterhielten uns einige Minuten über den Plan und wie Büsse gern zu spät kommen. XD Er bedankte sich und als ich mich zurücksetzen
wollte, war der merkwürdige Typ weg. Es war zwischenzeitlich aber kein Bus gekommen und ich fragte mich, wo der wohl hingegangen ist. Bevor ich mich das weiter fragen konnte, kam mein Bus und ich stieg ein. Der ältere Herr winkte mir noch zum Abschied zu. Ich winkte zurück. Dann hörte ich hinter mir ein paar Jugendliche sagen "wem winkt die zu?" Sagte ein anderer "bestimmt ihrer Reflektion im Fenster" und da lachten sie doof. Als ich mich erbost umdrehte, sagte einer von denen "was?" Als ich mich zurückdrehte, war der alte Mann weg. Ich habe ziemlich an meinen Sinnen gezweifelt an der Stelle. Erst dann ist mir aufgefallen, dass mein Skizzenbuch die ganze Zeit geschlossen war. Was da genau passiert ist, weiß ich bis heute nicht, aber es war sehr seltsam.

Diesen älteren Herrn habe ich definitiv nicht als Part von mir selbst gesehen. Ich kannte ihn nicht und obwohl sein gesamtes Wesen Freundlichkeit ausstrahlte, war er auch gleichzeitig ein sehr ungewöhnlicher Anblick. So völlig in Weiß. Sogar seine vollen Haare. Total weiß, keine Spur von grau oder sowas. Eine völlig weiße Gestalt. In meinem Leben war er die einzigste Gestalt, der ich so jemals begegnet bin. Ich habe nie wieder so einen Menschen je zu Gesicht bekommen.

Also wenn wir fortsetzen das Wort Geister zu verwenden, dann ja. Dann gehören auch diese Art Schutzwesen, die du genannt hast auch zu Geistern. Wenn wir nämlich irgendwann Geister sind und sie zu uns gehören, sind sie logisch betrachtet auch nichts anderes.

Wesenheiten klingt für mich natürlich besser, da ein Wesen eine Intelligenz besitzt eigenmächtig zu handeln und auch begründet handelt und nicht kopflos.

Aber auch hier mag ich es lieber zu klassifizieren. Es gibt Schutzwesen, Lichtwesen, verirrte Wesen, dunkle Wesen, chaotische Wesen, verdorbene Wesen und so weiter. Einfach nur Wesenheiten ist für mich zu allgemein. Worte haben soviel Macht wie Leute sie damit aufladen. Und wenn Geister z.B. von der Mehrheit als lächerlich gesehen werden und Wesenheiten als negativ (mal als Beispiel überspitzt formuliert), dann wird alles, was dementsprechend so angesprochen wird, auch so darauf reagieren.

Das Wort Seele benutze ich auch hin und wieder, wenn ich weiß, dass es sich um einen Toten handelt. Unabhängig, ob ich diese Seele kenne oder nicht. Aber wenn ich dann höre, was alles als Seele interpretiert werden kann, komme ich teilweise auch nicht mehr mit. XD :kez_11:


Di 20. Okt 2020, 19:46
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