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 Mein Umgang mit der Borelliose 
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Hexe

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Grüss Euch,

Vor einigen Jahren war ich beruflich viel im „Aussenbereich“ tätig, viel unterwegs in Wald,Feld und Wiese.

Nach 2 Jahren Aussenarbeit bekam ich während eines Winters extrem schmerzhafte Gelenksentzündungen, die meinen linken Schulterbereich, Arm und Finger teilweise komplett bewegungslos machten und von Schüttelfrost sowie Fieberschüben begleitet wurden. Ich habe mir damals mit Paracetamol gegen die Schmerzen geholfen. Und mit selbstangesetztem Johanniskrautöl, mit dem ich vorsichtig die Gelenke massierte und – als die Entzündungen ziemlich heftig wurden – in der Nähe dieser Bereiche Silicea comp./Ampullen von Wala gespritzt. Die Beschwerden ließen langsam wieder nach und ich konnte nach etwa zehn Tagen meinen Arm und die Finger wieder bewegen.

Kurz darauf erzählte mir eine Freundin, das in der Nähe meines damaligen Wohnortes eine homöopathisch arbeitende Ärztin ihre Praxis hat.(Ich gehe so gut wie nie zum Arzt, und wenn, dann nur zu solchen, die ganzheitlich arbeiten.)
Ich ließ mir einen Termin geben. Sie schickte mich ins gegenüberliegende Krankenhaus zum Röntgen, dort stellte man eine ziemlich derbe entzündliche Veränderung im Schultergelenk fest. Rheumatische Beschwerden hatte ich bis dato noch nie gehabt. Sie waren schlicht alle ratlos. Als die Ärztin mitbekam, das ich viel im unterwegs in Wald und Feld bin, ließ sie mir Blut abnehmen und einschicken.

Drei Wochen später bekam ich einen Anruf aus der Arztpraxis, dass ich sofort erscheinen sollte. Beim Eintreffen erfuhr ich, das ich Borrelliose habe, und das ich dringend eine Antibiotika Kur machen sollte über mehrere Wochen ... und... und... Natürlich wies man mich auch sehr engagiert darauf hin, welch fürchterliche Folgen es für mich hätte, wenn ich das nicht machen würde.... von langsam einsetzender Lähmung bis zum plötzlichen Tod war alles vorhanden. Horror pur und das alles auf Krankenschein!!!

Ich war vorher nie ein Freund von Ärzten gewesen – ich habe seit meinem 20. Lebensjahr kein Antibiotika mehr gesehen. Homöopathie, Intuition, Vertrauen und die alten Hausrezepte waren meine ständigen Quellen, aus denen ich für mich und meine Lieben Heilung schöpfte.

Ich trat wörtlich gesagt die Flucht an und verließ sofort die Praxis.

Zuhause angekommen schlief ich erst mal drei Tage drüber, und dann begann ich mich über diese Erkrankung zu informieren.

Man hatte mir gesagt, das ich keine Frischinfizierte sei, sondern das die Borrelien schon seit längerer Zeit bei mir zur Untermiete hausten.
Also war die Antibiotikageschichte sowieso verfehlt – das spürte ich sofort.
Als ich mich weiter über diese Erkrankung informierte bekam ich total den Föhn. Sowas von Widersprüchen selbst unter Fachleuten, da wurde mir ganz anders.

Zu dieser Zeit der grossen Unsicherheiten fielen mir Bücher von Wolf-Dieter Storl in die Hände. Ich mag die Bücher von Christian Rätsch und durch ihn kam ich an Storls Literatur. Er hat über Borrelliose interessante Sachen geschrieben. Einiges davon erzeugte bei mir ein Echo, anderes wiederum sagte mir nix

Also machte ich mich weiter auf die Findung. Mein Körper kam mir dabei sehr gut zu Hilfe – mir ging es immer schlechter – ich stellte meine Ernährung um.
Alles, was Leber und Galle gut tat, bekam einen festen Platz auf meinem Speisezettel.

In Öschelbronn (anthroposoph. Klinik) bekam ich dann einen ambulanten Termin bei Dr. Gerlach, einem bekannten Rheumatologen, der sich schon länger mit Borrelliose befasst. Das Gespräch mit diesem Mann war in zweierlei Hinsicht aufschlussreich. Er fand meinen Entschluss, es auf meine eigene Art zu versuchen, gut, und wollte mich auch dementsprechend homöopathisch unterstützen. So manches Gespräch mit ihm nahm mir die Angst und ich begann, die ganze Geschichte aus anderen Richtungen zu betrachten.


Danach folgten viele Monate, in denen es mir mal schlechter und mal besser ging.
Entzündungen behandelte ich – je nach Verlauf – mit Rhus toxicodendron D6, Schachtelhalm oder Silicea comp. Ansonten gilt: Fröhlichkeit, Zufriedenheit, Tanz, Gesang und Vertrauen in meinen Lebensweg.
Ich bekam oft Rückmeldung von Borrelliosepatienten, die von Antibiotikakuren schwer krank geworden sind und trotz alledem die Borrellien nicht loswurden. Das bestärkte mich auf meinem Weg, und ich wusste instinktiv, es war richtig was ich tat und liess.

Die Borrellien sind für mich sowas wie Lehrer geworden, mit denen ich kommuniziere. Ich habe viel verändert in meinem Leben und profitiere davon sehr. Oft war ich mutlos und hatte Angst – dann bin ich nach draussen gegangen, danach ging es mir immer besser.
Mir geht es seit ein paar Jahren gut, die Blutwerte stimmen, Entzündungen sind nur noch selten.

Und außerdem – Mutter Erde trägt mich, Tag für Tag, und mein Seelenpfad steht fest – also, was solls....

Dies hier ist meine ganz eigene Geschichte im Umgang mit dieser Erkrankung, und sicher auch nicht für Jedermann zur Nachahmung empfohlen. Aber ich denke, das vielleicht so das ein oder andere von meinen Gedanken nützlich sein kann.

LG Dragmerla


Zuletzt geändert von Dragmerla am Mi 26. Apr 2017, 21:15, insgesamt 1-mal geändert.



Sa 25. Mär 2017, 13:45
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Liebe Dragmerla,

da hast Du ja auch so einiges mitgemacht, was mir sehr, sehr bekannt vorkommt. Zwar nicht in Sachen Borreliose, aber mit einigen anderen Erkrankungen sowie Impfschäden, die besonders meinen Sohn als Kleinkind betrafen.

Ernährungsmäßig bin ich seit 1989 nach Dr. F.X. Mayr recht gut "geschult" und lebe danach.

Als Mutter möchte man seinem Kind nun einmal nur das Allerbeste angedeihen lassen und so habe ich der Schulmedizin während seinen ersten beiden Lebensjahren vertraut - bis zu dem Tag als er beinahe starb. Danach habe ich noch ein Jahr lang das "Allopathenspiel" mitgespielt bis es nicht mehr ging. So habe ich eine Heilpraktikerin gesucht und nach einigen Fehlversuchen auch die Passende gefunden, die ausschließlich nach der Klassischen Homöopathie arbeitet. Seitdem haben wir keine Arztpraxis mehr von innen gesehen - trotz "Horrorszenarien" wie rostigen Nägeln im Fuß, Tierbissen, Fischvergiftungen usw. Selbstverständlich würden wir einen Knochenbruch bei einem Arzt erstversorgen lassen. aber nach dem Eingipsen ist dann sofort wieder die Homöopathie vorrangig.

Meine Familie und unsere Tiere behandele ich daher seit 20 Jahren homöopathisch und allen geht es sehr gut dabei. Um dieses angesammelte Wissen rund um die Homöopathie weiterzugeben, habe ich hier im Lernzirkel den "Workshop Homöopathie von und für Laien" viewtopic.php?f=201&t=897 eingerichtet, denn, wie ich weiß, steht man gerade am Anfang dabei wie "Ochs vor'm Berg" und erntet meist höchste Skepsis bzw. ein mitleidiges Lächeln von den sogenannten "Göttern in weiß", wenn man diese zu diesem Thema befragt. Der Lernkreis beschäftigt sich mit vielen Fragen rund um die Homöopathie (den "Erfinder", ein bißchen Geschichte und Theorie dazu und viel, viel Praxiswissen). Ich würde mich aber auch sehr über ein bißchen "Fachsimpelei" zu diesem Thema freuen :)

Tja, und spätestens, wenn man sich mit der Homöopathie beschäftigt, kommt man unweigerlich auch zur Pflanzenkunde womit dann auch wieder die riesengroßen Felder der gesunden Ernährung und Krankheiten heilen heranrückt.

Liebe Grüße,
sumviavisara

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Sa 25. Mär 2017, 15:17
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Grüss Dich Sumviavisara,

bei der Anmeldung zu den Lernkreisen hatte ich auch die Homöopathie im Blick. Ich hab dann auch nachgeschaut aber da stand noch nichts und ich dachte, das dieser Kurs noch nicht aktuell ist.
Interesse hätte ich schon, und "fachsimpeln" wäre sicher interessant, denn ich lerne immer gern weiter dazu.
Ich finde es sehr wohltuend, das man hier über solche Dinge schreiben und nachdenken kann, ohne gleich für narrisch erklärt zu werden oder die allseits bekannten "Standards" der Schulmedizin um die Ohren gehauen zu bekommen.

Ich habe meine ersten Homöopathieerfahrungen vor vielen Jahren unserem Dorfapotheker zu verdanken. Als er merkte, das ich wirklich daran interessiert war empfahl er mir das Werk "Homöopathie Heute" von Dr. Mathias Dorcsi, des Begründers der "Wiener Schule der Homöopathie". Und damit fing alles an......
Mei des wär schön wenn wir uns austauschen könnten. Soll ich mich in dem Lernkreis anmelden? Oder machst Du ihn später?

LG Dragmerla


Sa 25. Mär 2017, 18:17
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Hallo Dragmeria,

Du kannst Dich gerne in dem Homöopathie-Workshop anmelden. Beginn könnte dann auch der 10.04.17 sein.

Vielleicht traut sich ja noch jemand dazu zu kommen? Zu mehreren bringt lernen nun einmal gleich weitaus mehr Spaß :)

Wenn nicht, setzen wir beide uns erstmal ins "Cafe Hahnemann" (unsere dortige Plauderstube) und fachsimpeln auf "teifikummheraus" ;)

Liebe Grüße,
sumviavisara

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Sa 25. Mär 2017, 19:24
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Genau so machen wir´s. Des wird sakrisch guat! :grin:

Lieben Gruss - Dragmerla


Sa 25. Mär 2017, 19:40
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Was du da beschreibst, liebe Dragmerla, kenne ich nur zu gut. Bei mir brach die Borreliose vor über zehn Jahren aus (auch mit Gehirnhautentzündung, Krämpfen / Lähmungen in den Beinen und hohem Fieber), was zusammen mit Mobbing und gleichzeitig diagnostizierter Schilddrüsenerkrankung schon ziemlich hart war. Je mehr ich mich mit der Borreliose befasste, desto mehr bekam ich das Gefühl, dass es eine Art gezwungene Entschleunigung war weil ich trotz der Tatsache dass ich gemobbt wurde, glaubte, ich müsse weiter machen - obwohl mir mein Körper deutlich zeigte, dass es nicht mehr geht. Und dass mir etwas Energie raubt, das war der Krafttieraspekt der Zecke.

Ich habe dann weitere Versuche, den Schulabschluss doch noch zu machen, abgebrochen und mich nur noch der Heilung gewidmet, die auch dank einer Freundin die Heilpraktikerin ist, tatsächlich gelang. Sie verschrieb mir die Borreliose-Viren in Globuli Form (Borrelia Nosode), die man bestellen kann, und die aus England geschickt wurde. Dazu nahm ich Muscarsan-Tropfen ein, zwei Mal täglich einen Tropfen auf die Zunge und Metavirulent-Tropfen. Ansonsten natürlich noch diverse Komplexmittel um die Beschwerden zu lindern und auch Einzelmittel und Spritzen mit Ranunculus. Antibiotikum hatte ich im Vorfeld allerdings auch genommen weil es dazu noch nicht zu spät war, zum Glück hat es mir auch nicht geschadet.

Ich glaube auch, dass Naturgeister von dem Bach, an dem ich mir die Zecke geholt hatte, an der ganzen Sache beteiligt waren. Eine Freundin meinte damals, es könnte auch mit einer Art 'Elfenpfeil' zusammen hängen (was sie übrigens auch aus einem Buch vom Storl hatte) und ich sollte die Naturgeister bitten, ihn zurück zu nehmen weil ich die Lektion verstanden habe. Also bin ich ein oder zwei Jahre später zurück zu besagtem Bach, es war Samhain, und schon bei meiner Ankunft sah ich jede Menge Schleiereulenfedern auf dem Boden verteilt. Ich nahm es aber als 'gutes Omen' und Geschenk, und hatte das Gefühl, ich sollte mit der Schleiereule als Krafttier Kontakt aufnehmen. Was ich später Zuhause auch tat. Ich brachte noch ein kleines Opfer dar und bat darum, dass die Elfen den Pfeil zurück nehmen mögen, und verließ dann den Bach.

Als ich dann das nächste Mal Blut abnehmen ließ, fanden sich keine Borreliose-Erreger mehr. Die Krankheit war ausgeheilt. Ich habe auch keine Beschwerden mehr davon (außer leichte Auswirkungen der Gehirnhautentzündung), das meiste rheumatische was ich jetzt noch manchmal habe, kommt von der Schilddrüsenerkrankung. Homöopathie benutze ich natürlich nach wie vor.

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Sa 25. Mär 2017, 22:28
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Hexe

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Silas hat geschrieben:
Je mehr ich mich mit der Borreliose befasste, desto mehr bekam ich das Gefühl, dass es eine Art gezwungene Entschleunigung war weil ich trotz der Tatsache dass ich gemobbt wurde, glaubte, ich müsse weiter machen - obwohl mir mein Körper deutlich zeigte, dass es nicht mehr geht. Und dass mir etwas Energie raubt, das war der Krafttieraspekt der Zecke.

.


Grüss Dich Silas,

Das was Du da schreibst kann ich voll unterstreichen. Und das ist glaube ich auch der gravierende Unterschied zur Schulmedizin.
Schulmedizinischer Ansatz: schnelle Symptombekämpfung....
Mein Ansatz: Damit befasse ich mich, das schaue ich mir an, was steckt dahinter., was sollte ich in meinem Leben verändern.
Und wenn keine vollständige Genesung mehr möglich ist: Wie integriere ich es in mein Leben. :)
Das verstehe ich unter "heil werden".

Der "Krafttieraspekt der Zecke", eine interessante Sichtweise finde ich.

Das mit der erzwungenen Entschleunigung kenne ich auch. Ich habe mich ja auch erst mal nach draussen verkrochen für eine Weile. Da bin ich zur Ruhe gekommen und konnte meine Gedanken und Gefühle mit Abstand betrachten, ohne das es mir "Kopfschmerzen" verursachte.
Und dann fing ich an, ein paar Dinge in meinem Leben komplett zu ändern.
Ich habe auch eine gewisse Art von Dankbarkeit und Stolz gegenüber meinem Körper entwickelt, der mich bisher so gut durchs Leben getragen hat. Und ich freue mich über jeden Morgen, wenn ich aufwache und merke: Es funktioniert noch alles! :grin:

Ich freue mich für Dich, das Du es so gut für Dich in Ordnung bringen konntest und einen für Dich gangbaren Weg zur Heilung gefunden hast! :)

LG Dragmerla


So 26. Mär 2017, 09:31
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Zitat:
Das was Du da schreibst kann ich voll unterstreichen. Und das ist glaube ich auch der gravierende Unterschied zur Schulmedizin.
Schulmedizinischer Ansatz: schnelle Symptombekämpfung....
Mein Ansatz: Damit befasse ich mich, das schaue ich mir an, was steckt dahinter., was sollte ich in meinem Leben verändern.
Und wenn keine vollständige Genesung mehr möglich ist: Wie integriere ich es in mein Leben. :)
Das verstehe ich unter "heil werden".


Sehe ich ganz genau so. Deshalb sind bei Krankheiten (besonders schweren wie auch Borreliose) verschiedene Ansätze wichtig. Denn wenn man das Ganze nur Schulmedizinisch behandelt, unterdrückt oder bekämpft man nur etwas, das eigentlich da ist, damit man daraus lernt. So nimmt man sich den Lernprozess vorweg, und wird nie wirklich gesund werden. So weit sind viele Menschen heutzutage aber leider nicht (oder nicht mehr).

Zitat:
Der "Krafttieraspekt der Zecke", eine interessante Sichtweise finde ich.


Hat auch lange gedauert, ehe ich die Zecke als solche überhaupt als Krafttier oder Helfer anerkannt habe, ehrlichgesagt. Denn ich sah die Zecke bis dahin hauptsächlich als verhassten, ungewollten Schmarotzer der mir mit seinem Biss das Leben noch mal gründlich versaut hat, nachdem ich sowieso schon am Ende war. Ja, ich habe das Tier dafür gehasst, dass es mich beißen musste :blush2:

Heute mag ich Zecken immer noch nicht sonderlich, aber ich weiß dass ich damals an diesem Bach sein sollte, damit es passiert, und dass es ein wichtiger Lernprozess war.

Zitat:
Das mit der erzwungenen Entschleunigung kenne ich auch. Ich habe mich ja auch erst mal nach draussen verkrochen für eine Weile. Da bin ich zur Ruhe gekommen und konnte meine Gedanken und Gefühle mit Abstand betrachten, ohne das es mir "Kopfschmerzen" verursachte.
Und dann fing ich an, ein paar Dinge in meinem Leben komplett zu ändern.
Ich habe auch eine gewisse Art von Dankbarkeit und Stolz gegenüber meinem Körper entwickelt, der mich bisher so gut durchs Leben getragen hat. Und ich freue mich über jeden Morgen, wenn ich aufwache und merke: Es funktioniert noch alles! :grin:


Das kenn ich auch, auch wenn ich immer noch Tage habe, wo nicht alles ordnungesgemäß funktioniert, aber das ist auch nicht immer frustrierend. Ich hab mich damit arrangiert :) Mein Körper hat seine Grenzen, und die überschreite ich nicht mehr. Das war das wichtigste, das ich durch all das gelernt habe. Wo andere sich übernehmen und die Signale ihres Körpers ignorieren, nehme ich diese zur Kenntnis und höre früh genug auf. Ich teile mir meine Energie sinnvoll ein.

Zitat:
Ich freue mich für Dich, das Du es so gut für Dich in Ordnung bringen konntest und einen für Dich gangbaren Weg zur Heilung gefunden hast! :)


Dankeschön! Und schön, dass du diesen Thread mit deiner Erfahrung aufgemacht hast :) Ich habe selten die Gelegenheit, mich mit Menschen zu unterhalten die das selbe erlebt haben hinsichtlich Borreliose, und damals verstand das auch so gut wie keiner weil das da noch weitgehend unterschätzt wurde bzw. von vielen Ärzten noch steif und fest behauptet wurde, dass nur bayrische Zecken Gehirnhautzentzündung übertragen könnten.

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So 26. Mär 2017, 15:56
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Hexe
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Liebe Dragmerla!

Vielen Dank, dass du von deiner Krankheitsgeschichte erzählt hast! Mich berührt die Schilderung von deinen Erfahrungen sehr! Ich bin richtig friedlich und froh beim Lesen geworden.

Ich selbst habe ganz ähnliche Erfahrungen mit einer anderen Krankheit gemacht. Ich werde demnächst auch mal davon erzählen.
Meine Mutter hat ebenfalls eine Borreliose. Sie hat bei weitem keinen guten Bezug zu sich und ihren vielen auch anderen Erkrankungen. Ihr Weg ist sehr traurig und ich mache mir viele Sorgen um sie. Aber einmischen möchte ich mich da auch nicht zu sehr. Es wäre auch unfair, mit anderen Maßstäben als ihren eigenen an das Thema zu gehen.

Du bist durch deine Erkenntnisse und Erfahrungen vermutlich ein gutes Stück stark, weise und du selbst geworden. So klingt es. Ich empfand es anfangs sehr schwer, meine Krankheit als Hilfe zu sehen. Die Bedeutung unserer Krankheiten, warum sie auftreten, die Art wie sie verlaufen, ihre Konsequenzen, Warnungen und Hilfen, Lehren, Entlastungen werden, glaube ich, selten erfasst. Außerdem kann man häufig unbeabsichtigt gegen Wände rennen, wenn Andere einem helfen wollen oder man auch einfach nur mal mit Jemandem darüber redet. Ich habe großen Respekt vor dir!

Für deine Gesundheit wünsche ich dir alles Gute!


Mo 27. Mär 2017, 07:16
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Hexe

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Brisingamen hat geschrieben:

Ich selbst habe ganz ähnliche Erfahrungen mit einer anderen Krankheit gemacht. Ich werde demnächst auch mal davon erzählen.
Meine Mutter hat ebenfalls eine Borreliose. Sie hat bei weitem keinen guten Bezug zu sich und ihren vielen auch anderen Erkrankungen. Ihr Weg ist sehr traurig und ich mache mir viele Sorgen um sie. Aber einmischen möchte ich mich da auch nicht zu sehr. Es wäre auch unfair, mit anderen Maßstäben als ihren eigenen an das Thema zu gehen.


Grüss Dich Brisingamen,

ich freue mich schon auf Deinen Bericht, denn sowas kann sehr wertvoll auch für Andere sein. Das kann oft Mut machen, den eigenen Standpunkt stärken und auch in Zeiten der Unsicherheit wieder Licht am Horizont scheinen lassen.
Habe ich auch erfahren dürfen. :)

Das mit Deiner Mutter machst Du meiner Meinung nach richtig. Ich würde heut genauso handeln. Weisst, ich sag mir, jeder Mensch hat seinen ganz eigenen Heilungsweg. Und wenn sich jemand für gewisse Dinge öffnet, ist es seine Zeit, zu erfahren was er braucht für sich.
Wenn jemand dies nicht tut, ist es auch sein Weg , seine Art zu lernen. Und das ist in Ordnung. Hört sich jetzt vielleicht ein bisserl lax an, doch ich weiss selbst wie schwer es ist, jemanden "gehen" zu lassen, egal wohin.

Einen ganz herzlichen Dank auch für Deine Genesungswünsche! :)

Mögen die Götter Dich begleiten und schützen.

LG Dragmerla


Mo 27. Mär 2017, 17:46
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