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 Sind Tierfette gut? 
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Moderatorin/Hexe
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Hallihallo

Ich hätte da mal eine Frage. Und zwar geht es um Salben, in denen Tierfett verwendet wird.
Z.B. Nierenfett oder Ziegenfett.

Was denkt ihr, kann das wirklich gut sein sich das Zeug ins Gesicht oder generell auf die Haut aufzutragen?
Sicher macht man das nicht jeden Tag ja, aber mir sowas irgendwohin zu schmieren find ich doch schon etwas irgh. :|
Und mal davon abgesehen wo ich sowas herbekommen soll. :scratch_one-s_head:

Darauf gekommen bin ich durch dieses Buch hier.
http://www.amazon.de/Kr%C3%A4uter-Rezep ... 3902540001
Es ist nicht mal so schlecht. Es ist alles gut beschrieben aber die Fette trüben den Gesamteindruck gerade ein wenig. ^^

Vielleicht kann mir hier ja jemand fachmännisch zur Seite stehen?

Lg Lucy

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Mo 16. Mai 2016, 21:23
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also mit tierischen Fetten kenne ich mich nicht aus.
Aber wenn es um Salben geht eignen sich Kokosfett und shea-butter (geschlagen!) sehr gut! Hab ich auch schon gemacht,
Ich habe also ein paar Esslöffel Sheabutter und Kokosöl mit einem Schuss Mandelöl aufgeschlagen und da dann ätherische Öle reingetan... da alles Öl ist, hält es sich sehr lange.
Du könntest ja einen erst einen Öl -Auszug aus deinen Kräutern machen und dann auch dieses Öl verwenden. Ein Schuss "flüssiges" Öl ist wichtig, damit das ganze nicht bei Kälte zu feste wird (shea-Butter sowie Kokosöl werden ja fest wenn es kühl ist.)

Keine Ahnung ob dir das jetzt so hilft, :? aber so habe ich meine Gesichtscreme gemacht und sie ist der Wahnsinn. :-D

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Mo 16. Mai 2016, 21:52
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Es kommt drauf an, was du willst.

Soll das Fett in der Salbe nur der Trägerstoff/die Grundlage sein, spricht rein gar nichts gegen Tierfett. Fettlösliche Wirkstoffe bleiben dort genauso drin wie in pflanzlichen Fetten. Im allgemeinen lassen sich bei Tierfetten aber auch wässrige Bestandteile besser einarbeiten - zumindest besser als bei pflanzlichen Fetten und Ölen. Ohne Emulgator mögen sich Fett und Wasser nunmal nicht gern.

Soll das Fett in der Salbe nicht nur Grundlage sein sondern selbst auch Wirkstoff, greife auf das entsprechende pflanzliche Fett mit der entsprechenden Wirkung zurück.


Di 17. Mai 2016, 08:55
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In der privaten Salbenküche wird häufig ohne Konsavierungsmittel gearbeitet. Da Tierischefette schneller dazu neigen zu verderben werden die nur selten verwendet. Einige haben allerdings den Vorteil, das sie dem Körper artverwandt sind und die Inhaltstoffe, vom Fett, leicht von der Haut aufgenommen werden können.

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Fragt er: "Putzt du oder fliegst du noch weg?"
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Di 17. Mai 2016, 21:38
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Ich arbeite nicht ohne Konservierungsmittel, da ich immer was auf Vorrat stehen hab. Salben mit hohem äth Olanteil kommen natürlich auch ohne aus.

Zum Konservieten nehme ich Benzoetinktur oder Teebaumöl, seltener Kaliumsorbat.


Mi 18. Mai 2016, 07:06
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@Rhia
Ja so ein ähnliches Rezept habe ich auch. Mit Manedelöl oder ähnlichem und Sheabutter, dazu noch etwas ätherisches Öl.
Will ich auf jeden Fall mal ausprobieren. :)
Habe nur etwas Angst das das meine Haut nicht verträgt. Hatte mal was von den MTs, machen ihr Zeug ja auch selber. Das ging gar nicht, sah aus als wäre ich in die Pubertät zurück. :(
Meine jetztige Aloe Vera Creme (aus Ägypten) vertrage ich allerdings sehr gut.
Muss man wohl einfach testen.

@holly
Zitat:
In der privaten Salbenküche wird häufig ohne Konsavierungsmittel gearbeitet. Da Tierischefette schneller dazu neigen zu verderben werden die nur selten verwendet. Einige haben allerdings den Vorteil, das sie dem Körper artverwandt sind und die Inhaltstoffe, vom Fett, leicht von der Haut aufgenommen werden können.

Achso. Nun gut die Fette sind meistens in Salben, die für bestimmte Beschwerden sind. Wie in meinem Fall, eine Salbe für Kopfschmerzen, mit Ziegenfett und Veilchen.
Naja da werde ich mir eher eine andere Alternative suchen. Gibt ja noch genug andere Mittel. :)

@Vedemis
Ja laut Rezept, ist das mehr für die Grundlage.

Teebaumöl, geht für mich gar nicht. Ich sollte das mal gegen meine Akne nehmen. Das Zeug riecht echt übel, da krieg ich Kopfschmerzen. :kez_11:


Vielen Dank für eure Antworten. Wart mir eine große Hilfe. :winkextra:

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Sa 21. Mai 2016, 10:54
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Lass dich nicht von Rezepten verunsichern! in deinem Buch wirst du es wahrscheinlich nicht finden, aber in Historischen "magischen" Rezepten findet sich häufig Fett von Ratte, Bieber, Kröte, Mensch... diese variieren von Zeit/Mode, Region und Verfügbarkeit. Meist wahr es keine magische Bedeutung sondern ein billiges und leichtverfügbares Fett.
Hautreitzungen kann bei einer Salbe auftreten da kann man nur herausfinden aus was du Reagierst. Häufig sind es die Äterischenöle die z.T. sehr "scharf" sind weil wirkliche Allergien meist bekannt sind.

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Sa 21. Mai 2016, 11:35
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Ich würde dir wirklich natives Kokosfett/ öl empfehlen kannst das ja auch mit ätherischem veilchenöl oder echten veilchen versehen und leicht auf die schläfen massieren.. ist einmalig gut für die Haut (also das kokosöl) ..auch für die Haare;-) Meine haut ist so viel reiner und gesünder und straffer seit ich Kokosöl (und meine selbstgemachte creme ) nehme..
aber ja alle müssen selber ausprobieren, was die Haut mag und was nicht...
Bei kokospalme.ch das kokosöl von dr. goerg ist sehr gut.. und man kann kleine dösschen bestellen... :-D
Viel Spass beim rumprobieren...

und eben da öle und shea butter sehr lange haltbar sind, braucht man auch keine Konservierungsstoffe... meistens reagiert man ja da drauf .... und für mich selbst mache ich sowieso kleine Mengen, die sind dann innerhalb von 3-4 Monaten aufgebraucht... das hält sie bei mir locker... :hexe3:

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Sa 21. Mai 2016, 13:17
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Ich fände es auch etwas befremdlich mir das Fett von einem Tier auf die Haut zu reiben. Aber schlecht ist das nicht, in der Apotheke wird auch sehr oft Wollwachs als Grundlage benutzt, das ist aus Schafstalg.

Ich nehme an das ist wie bei den Pflanzenölen. Die Fette haben unterschiedliche Eigenschaften und einige sind geeigneter als andere, dann auch für spezifische Zwecke das eine oder das andere zu wählen. Im 16. Jahrhundert gab es auch noch Humanol, das konnte man beim Henker kaufen. Das ist mittlerweile meines Wissens nach nicht mehr zu bekommen. Vielleicht weiss Gunther van Hagens wo man es noch kaufen kann. Es war wohl ein sehr hochwertiger Grundstoff für Salben.

Ich nehme für Hautpflege meist Hagebuttenöl. Aber wie gesagt, denke ich, dass die Fette alle unterschiedliche Eigenschaften haben, und wenn in einer Rezeptur ein bestimmtes Fett genannt wird kann es durchaus sein, dass das einen Sinn hat und nicht ohne Qualitätsverlust einfach gegen ein anderes ausgetauscht werden kann. Selbst das Material des Topfes und der Löffel mit denen man in etwas herumrührt können mit den Inhaltstoffen reagieren und die Eigenschaften des Endproduktes verändern. Also wenn irgendwo steht "in einem eisernen Kessel" dann könnte das für die Wirksamkeit des Endproduktes sehr wichtig sein. Man könnte das wohl dann so Handhaben dass man einen Topf nimmt der mit nichts reagiert, zum Beispiel Glas, und ein paar Eisennägel reinschmeisst. Und bei den Fetten denke ich auch, wenn man ihre chemischen Eigenschaften kennt, kann man sie auch mit etwas das genauso reagiert ersetzen.


Di 24. Sep 2019, 09:36
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Ich denke auch es kommt halt drauf an, was man will.
Wenn man "regionale"/traditionelle Produkte herstellen möchte, kann man schlecht auf Tierfette verzichten.

Ich habe im Sommer angefangen selber (Dusch)Seifen herzustellen. So richtig mit Lauge und so.. ;)
Und dazu nehme ich z.b. auch Schweineschmalz. Ist eine tolle Zutat und spart mir andere Fette und Buttern, die ich ansonsten noch mehr online bestellen müsste.
In den Seifen merke ich es auch nicht heraus.

Ich denke es ist alles eben eine Frage des Hauttyps und der eigenen Moral.
:d_sunny:

Alles Liebe
Rhia-aileen

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Di 24. Sep 2019, 22:47
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