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 Hexenverfolgung heute 
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Das Thema Hexen ist im Sinne von Personen, die angeblich Schadenzauber ausführen, in vielen Ländern und Kulturen, z. B. in Lateinamerika, Südostasien und vor allem in Afrika,heute noch und wieder hochaktuell.
Seit 1960 sind vermutlich mehr Menschen wegen Hexerei hingerichtet oder umgebracht worden als während der gesamten europäischen Verfolgungsperiode. Allein im ostafrikanischen Tansania werden seit den 1990ern jährlich 100 bis 200 Fälle von Morden an angeblichen Hexen bzw. Zauberern berichtet.
In Südafrika bekamen Hexenjagden besonders durch die Comrades, eine Jugendorganisation des ANC, seit Mitte der 1980er Jahre eine starke Bedeutung. Seit der Befreiung stiegen die Hexenjagden in den 1990ern nochmals an, die jährlichen Opferzahlen schätzt man auf mehrere Dutzend bis Hunderte.
In Westafrika wurden in den 1970ern Hexen für eine Epidemie verantwortlich gemacht. Anstatt Impfprogramme zu initiieren, ließ die Regierung im Radio Geständnisse alter Frauen verbreiten, dass diese die Gestalt von Waldkäuzen angenommen haben, um die Seelen der kranken Kinder zu stehlen.


Derzeit werden insbesondere die Fälle der sogenannten Hexenkinder im Kongo in die Aufmerksamkeit gerückt. Die Aggression gegen Kinder als vermeintliche Verursacher der Krankheit AIDS und des Todes der Eltern nimmt anscheinend zu, aus Nigeria, Benin wie auch Angola sind gleichlautende Berichte zu vernehmen.
In einigen Ländern Afrikas – z. B. in Kamerun, Togo, Malawi – ist seit deren Unabhängigkeit eine Gesetzgebung gegen Hexerei wieder eingeführt worden, in nahezu allen afrikanischen Staaten gibt es entsprechende Diskurse. Dies wird als Versuch der Verrechtlichung von Hexenprozessen gewertet, um unkontrollierte Verfolgungen der verdächtigten Personen einzuschränken. Von den meisten Experten wird dieses Ziel als zum Scheitern verurteilt erachtet, darüber hinaus werden elementare Prinzipien des modernen Rechtsstaates missachtet: Der Gerichtssaal kann nur die öffentliche Meinung bedienen, er ist verlängerter Arm des Lynchmobs. Auch in der Zentralafrikanischen Republik wurden Menschen der Hexerei beschuldigt.

Problematisch ist bei der Aufklärungsarbeit die „Realität der Hexerei“: Weil von Reichen und Mächtigen grundsätzlich angenommen wird, dass sie ihre Macht durch Ritualmorde und Hexerei erlangt hätten, sehen einige in Ritualmorden tatsächlich ein Mittel, zu Macht zu gelangen. Menschlichen Körperteilen und Blut wird eine gewaltige heilende und destruktive Macht zugeschrieben.
In Nigeria und Südafrika werden jährlich bis zu hundert Ritualmorde aufgedeckt oder entsprechend zugerichtete Leichen mit fehlenden Genitalien gefunden, was den Hexenglauben nur anfacht.

Weitere Berichte von epidemischen Hexenjagden sind aus Indonesien, Indien, Südamerika und den arabischen Staaten bekannt.

In vielen traditionellen Ethnien des südamerikanischen Tieflandes zählt die Ermordung einer Hexe oder eines Zauberers zur zwingenden Folge einer tödlichen Erkrankung.
In Indonesien wurden nach der Absetzung Suhartos zwischen Dezember 1998 und Februar 1999 ca. 120 Personen als Hexen ermordet.
In Indien wurden zwischen 2001 und 2006 400 Adivasis im Bundesstaat Assam unter Hexereivorwürfen umgebracht.
Im Januar 2007 wurden drei Frauen in Liquiçá/Osttimor beschuldigt, Hexen zu sein. Die Frauen im Alter von 25, 50 und 70 Jahren wurden ermordet und ihr Haus angezündet. Drei Verdächtige wurden von der UN-Polizei verhaftet.
Es kommt unter der ungebildeten Landbevölkerung vereinzelt immer wieder zu solchen Lynchtaten.
Auch in Saudi-Arabien werden Männer und Frauen wegen Verdachts der Zauberei und Frauen wegen Hexerei verfolgt. Beide Vergehen werden mit der Todesstrafe geahndet.

Die modernen Hexenjagden werden inzwischen vom UNHCR der UNO kontinuierlich als massivste Missachtung der Menschenrechte kritisiert. Betroffen sind nach den Reports des UNHCR die sozial Schwächsten in der Gesellschaft: vor allem Frauen und Kinder sowie Alte und Außenseitergruppen wie Albinos und HIV-Infizierte. Armut, Not, Epidemien, soziale Krisen und mangelnde Bildung fördern ebenso Hexenverfolgung wie der ökonomische Nutzen der Verfolger und ihrer Anführer, oft Pastoren oder „Hexendoktoren“, die z. B. an Exorzismen oder am Verkauf von Körperteilen der Ermordeten verdienen.

Gefunden auf: https://de.wikipedia.org/wiki/Hexenverfolgung#Verfahren_bei_Hexenprozessen

Dies ist nur ein Auszug-der ganze Wikipedia-Artikel zum Thema Hexenverfolgung ist auf jeden Fall sehr lesenswert.


Zuletzt geändert von Obsidian am Fr 11. Mär 2016, 18:17, insgesamt 1-mal geändert.



Fr 11. Mär 2016, 11:49
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Als ich diesen Eintrag in Wikipedia gelesen hatte, war ich sehr geschockt.
Nicht nur von den doch sehr jungen Jahreszahlen, sondern auch von der Intensität.
Innerhalb eines Jahres wurden da mal eben 120 Menschen in Indonesien ermordet.
In Indien innerhalb von 5 Jahren 400 Menschen getötet.

Und dann der juristische Versuch in einigen afrikanischen Ländern dem Einhalt zu gebieten und die doch eher negativen Prognose von Experten diesbezüglich.

Und eine Frage die immer tiefer in mir bohrt: Sind das wirklich alles Ursachen aufgrund eines "Aberglaubens" oder stecken in vielen Fällen nicht einfachere Gründe wie Missgunst, Neid, Eifersucht ect pp hinter?


Fr 11. Mär 2016, 11:55
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Zum Thema Hexen- vielleicht auch Hexenrechte habe ich auch noch folgendes gefunden:

Junge "Hexe" verklagt die Schule NEW YORK.
Crystal, 17,aus Detroit ist davon überzeugt, dass sie eine Hexe ist. Deshalb trug sie stets als Hexenzeichen ein Pentagramm, einen fünfzackigen Stern, an ihrer Halskette. Doch ihr Schuldirektor verbot ihr das Tragen dieses Symbols. Die junge Hexe klagt nun gegen die Schule. In ihrem Namen reichte die Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union(ACLU) die Klage ein. Die Organisation argumentiert, dass Hexenkult ein Teil der keltischen Religion sei: "Christen dürfen ihr Kreuz tragen, Juden ihren Davidstern, aber Hexen kein Pentagramm - das ist nicht rechtens" sagt der ACLU-Sprecher.

Dies soll ein echter Zeitungsbericht sein-ich habe ihn leider nicht durch googlen finden können.
Interessant finde ich es trotzdem, denn für mich stellt sich die Frage: Ist das Mädchen/die junge Frau wirklich Hexe-oder ist das pubertierender Trotz?
Würde sie es, sofern sie es eher aus Trotz behaupten würde, wirklich bis vors Gericht ziehen?
Und wie schlüssig findet ihr eigentlich die Aussage der ACLU-Sprecherin?


Ich bin der Meinung, dass viele Menschen vermeintliche "Hexensymbole" zum Teil einfach aus modischen Gründen tragen oder weil sie gerade "cool und in" sind.
Ich selbst hatte in meiner Schulzeit ein Pentagramm (lustigerweise auf der Rückseite meines Hanfblattes. Dabei bin ich sehr stark gegen solche Drogen-ich fand das Blatt nur hübsch) und niemand hat sich daran gestört.
Auch bin ich überzeugt, dass wir doch mittlerweile in einem Zeitalter und einer Entwicklungsstufe leben, wo uns solche "Accessoires" nicht in Schwierigkeiten bringen sollten.
Zumindest nicht in-hört sich jetzt böse an, aber bezugnehmend auf die Hexenverfolgung in Indien, Indonesien, Afrika und Co- "zivilisierten" Ländern.


Fr 11. Mär 2016, 12:20
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Halo Obsidian,

Ja ist sehr erschreckend...aber auch in Europa ist das "Hexe-sein" noch lange nicht "akzeptiert" von der Gesellschaft.
Nur weil hier niemand mehr ermordet wird. Viele haben Vorurteile und Verachten Hexen als "Esoterikfreaks", die eigentlich in die Klapse gehören, wei, sie "Multiple Persönlichkeiten" haben (wir sprechen ja mit verschiedenen Personen in uns selbst, wenn wir auf Trancereise gehen, oder mit Verstorbenen reden. :lol: )

Aber in Amerika habe ich von einem Fall gehört, wo ein heidnischer (Hexer) Soldat der Army gefallen ist und auf dem weissen Grabstein durfte kein Pentagramm angebracht werden, weil =Satan! :evil:

Die Amis tun immer so liberal und "Freiheit" ist ihr höchstes gut, dabei ist man dort alles andere als frei!
(Deshalb hab ich mich entschieden meine Sprachaufenthalte in Grossbritannien zu machen!)

Falls die Geschichte der Schülerin wahr ist, finde ich es gut, dass sie klagt. Ob es jetzt eine "Teenie-Hexe" ist oder eine "Modeerscheinung" ist ja Wurscht! Es geht um's Prinzip!

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Fr 11. Mär 2016, 16:52
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Obsidian hat geschrieben:
In Südafrika bekamen Hexenjagden besonders durch die Comrades, eine Jugendorganisation des ANC, seit Mitte der 1980er Jahre eine starke Bedeutung. Seit der Befreiung stiegen die Hexenjagden in den 1990ern nochmals an, die jährlichen Opferzahlen schätzt man auf mehrere Dutzend bis Hunderte.


Mit "Befreiung" ist wahrscheinlich das Ende des Apartheid-Regimes gemeint. Aber wenn dadurch die Hexenjagden anstiegen, dann hat die "Befreiung" wohl nicht für alle Bevölkerungsgruppen gegolten. :evil:


Zitat:
Problematisch ist bei der Aufklärungsarbeit die „Realität der Hexerei“: Weil von Reichen und Mächtigen grundsätzlich angenommen wird, dass sie ihre Macht durch Ritualmorde und Hexerei erlangt hätten, sehen einige in Ritualmorden tatsächlich ein Mittel, zu Macht zu gelangen. Menschlichen Körperteilen und Blut wird eine gewaltige heilende und destruktive Macht zugeschrieben. In Nigeria und Südafrika werden jährlich bis zu hundert Ritualmorde aufgedeckt oder entsprechend zugerichtete Leichen mit fehlenden Genitalien gefunden, was den Hexenglauben nur anfacht.


Ich kann mir gut vorstellen, dass dies in der Tat der Magie und schwarzmagischen Praktiken zuzuschreiben ist. Diesbezüglich kann man es dann sogar verstehen, wenn Hexen verfolgt werden. ABER: Man sollte natürlich differenzieren und solche bösartigen Magier/innen, die bestimmt in der Minderheit sind, nicht dem Mob, sondern der Justiz übergeben.

Zitat:
Als ich diesen Eintrag in Wikipedia gelesen hatte, war ich sehr geschockt.


Naja, wenn man bedenkt, dass in vielen Ländern Afrikas weibliche Genitalverstümmelung praktiziert wird, darf einen eigentlich gar nix mehr wundern. :/

Zitat:
Und eine Frage die immer tiefer in mir bohrt: Sind das wirklich alles Ursachen aufgrund eines "Aberglaubens"


Das glaube ich weniger. Wir alle hier wissen ja, dass Magie real ist. Und grade in afrikanischen Ländern, v.a. da, wo der Voodoo beheimatet ist oder wo noch das Stammesleben existiert, ist die Magie stark im Alltag verankert und sehr potent.

Zitat:
oder stecken in vielen Fällen nicht einfachere Gründe wie Missgunst, Neid, Eifersucht ect pp hinter?


Das spielte damals in den Hexenverfolgungen schon rein und tut es auch heute noch. Auch innerhalb der Magieszene selbst. Ich bin/war ja in einigen Facebook-Gruppen unterwegs und das ist schon ziemlich traurig, immer wieder mitzubekommen, wie oft da welche gegeneinander schießen und oft sehr hinterhältig. Da ist das Stichwort aber eher Konkurrenz...

Zitat:
Dies soll ein echter Zeitungsbericht sein-ich habe ihn leider nicht durch googlen finden können.


Die Quelle dafür ist jedenfalls hier:
http://henker-folter.de/zur-information ... ung-heute/
Vielleicht hat derjenige es aus dem Englischen übersetzt.?

Zitat:
Interessant finde ich es trotzdem, denn für mich stellt sich die Frage: Ist das Mädchen/die junge Frau wirklich Hexe-oder ist das pubertierender Trotz?


Spielt das ne Rolle? Ich finde nicht und sehe das wie Rhia. Jeder sollte ein Recht darauf haben, (religiöse) Symbole zu tragen und nicht diskriminiert oder benachteiligt zu werden (egal warum das Symbol getragen wird).

Zitat:
Ich selbst hatte in meiner Schulzeit ein Pentagramm (lustigerweise auf der Rückseite meines Hanfblattes. Dabei bin ich sehr stark gegen solche Drogen-ich fand das Blatt nur hübsch) und niemand hat sich daran gestört.


Aber wahrscheinlich auch nur, weil du nicht in Bayern zur Schule gingst. :o

Zitat:
Auch bin ich überzeugt, dass wir doch mittlerweile in einem Zeitalter und einer Entwicklungsstufe leben, wo uns solche "Accessoires" nicht in Schwierigkeiten bringen sollten.
Zumindest nicht in-hört sich jetzt böse an, aber bezugnehmend auf die Hexenverfolgung in Indien, Indonesien, Afrika und Co- "zivilisierten" Ländern.


Ja - nur leider befinden sich nicht alle Teile der Erde auf der selben Entwicklungsstufe - weder menschlich noch technisch noch von der Infrastruktur her. Was die Gründe dafür sind, ist müßig drüber zu diskutieren. Und was der "richtige" Entwicklungstand wäre, auch. Wir europäischen Menschen könnten es sicherlich vertragen, mehr zur Natur und unseren magischen/spirituellen Wurzeln zurückzufinden - während die afrikanischen mal ne Nachhilfestunde in Menschenrechte gebrauchten könnten.


Rhia-Aileen hat geschrieben:
Viele haben Vorurteile und Verachten Hexen als "Esoterikfreaks", die eigentlich in die Klapse gehören, wei, sie "Multiple Persönlichkeiten" haben (wir sprechen ja mit verschiedenen Personen in uns selbst, wenn wir auf Trancereise gehen, oder mit Verstorbenen reden. :lol: )


Du, das Phänomen von gespaltenen Persönlichkeiten kommt durchaus vor - v.a. in der schwarzmagischen bzw. satanistischen Szene, würd ich sagen. Und wenn wir es generell sehen - meistens hat eine Hexe doch bereits eine gespaltene Persönlichkeit, weil sie aufgrund der "Gesellschaftsakzeptanz" gar nicht anders kann, oder? "Lustig" wirds mit Hexen, die mehrere Hexennamen haben.....

Zitat:
Aber in Amerika habe ich von einem Fall gehört, wo ein heidnischer (Hexer) Soldat der Army gefallen ist und auf dem weissen Grabstein durfte kein Pentagramm angebracht werden, weil =Satan! :evil: Die Amis tun immer so liberal und "Freiheit" ist ihr höchstes gut, dabei ist man dort alles andere als frei!
(Deshalb hab ich mich entschieden meine Sprachaufenthalte in Grossbritannien zu machen!)


Nun, ich hab ja 7 Jahre in den USA gelebt. Das Land ist seeeeeehr groß und es kommt definitv darauf an, wo du dich da aufhälst. Was die sogenannten Bible Belt-Staaten betrifft, dürftest du mit deiner Aussage richtig liegen, aber was liberale Staaten oder Städte wie New York betrifft, sicher nicht. Aber weißt du, es gibt doch eh nirgendwo ein Land, in dem man wirklich frei ist. In den USA habe ich gewisse Dinge erlebt, wo ich sage, da war ich freier als ich es hier in der BRD sein kann und auf der anderen Seite gibt es in der BRD Dinge, wo ich finde, da bin ich freier als in den USA. Und um auf dein bevorzugtes Großbritannien einzugehen :twisted: - wie frei ist das denn bitte schön, wenn man dort fast an jeder Ecke von ner Kamera beobachtet wird? So weit ich das richtig einschätze, dürfte die Videoüberwachung in GB wesentlich ausgeprägter sein als noch in den USA. Zumindest auf Fläche und Einwohnerzahl hochgerechnet.

Die Schweiz dürfte übrigens noch so mit das freiste und unabhängigste Land sein, das es auf der Erde gibt. Von daher schätze dich glücklich, Rhia. ;-)

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Sa 12. Mär 2016, 00:49
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Scorpio Dennis hat geschrieben:
Aber wahrscheinlich auch nur, weil du nicht in Bayern zur Schule gingst. :o

Ich bin in Bayern zur Schule gegangen und habe seit Jahren ein Pentagramm um den Hals und es hat sich noch nie jemand beschwert. Gerade was das Hanfmuster angeht ist Bayern da deutlich liberaler als wenn es um echten Hanf geht. So ziemlich jeder Kerl hat hier entweder ein Shirt, ein Snapback oder ne Tasche mit dem Muster und es gehört praktisch zum Alltag.

Aber nun zum eigentlichen Thema.
Ich war vor einigen 3 Monate in Indien im Rahmen eines Schülertausches und da habe ich schon mitbekommen, wie Menschen aufgrund von Religion (Buddhismus und Hindusimus), finanzieller Lage, usw. diskriminiert wurden. Oft ist es gerade in der Politik und Wirtschaft so, dass dem Konkurrenten pervertierte Glaubensauslebung oder Magie vorgeworfen wird um ihn aus dem Rennen zu werfen. So ist z.B. das rechtshändige Tantra vollkommen akzeptiert, das linkshändige jedoch verpönt.

Du erwähntest auch Südostasien. Da fallen mir spontan die schamanischen Familien Japans ein, die stets gefürchtet, ausgestoßen und diskriminiert wurden, selbst heute noch in ländlichen Gegenden ist dies anzutreffen. Früher war sogar Brauch, dass nur solche Familien untereinander heiraten, weil sich "normale" Menschen nicht damit mischen wollten.

Ähnliches findet man in der chinesischen Geschichte, wo Familien welche die "goldene Seidenraupe" besitzen und herstellen diskriminiert und gefürchtet wurden.

Fraglich ist in beiden (japanischen und chinesischen) Fällen ob ein gewisses Maß an Angst auch berechtigt war, wenn ich mir so anschaue, was Leute damit anstellen können. Gerade in heutiger Zeit ist dies keine angeborene Tradition mehr und man kann vermehrt Hexen treffen, die solche Art der Magie verstehen und einsetzen.

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Sa 12. Mär 2016, 01:20
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Auraya hat geschrieben:
Ich bin in Bayern zur Schule gegangen und habe seit Jahren ein Pentagramm um den Hals und es hat sich noch nie jemand beschwert. Gerade was das Hanfmuster angeht ist Bayern da deutlich liberaler als wenn es um echten Hanf geht. So ziemlich jeder Kerl hat hier entweder ein Shirt, ein Snapback oder ne Tasche mit dem Muster und es gehört praktisch zum Alltag.


Freut mich zu hören. :) Aber Bayern ist auch groß, gell. Und München gehört bestimmt eher zu den liberalen Regionen Bayerns. ;-)

Zitat:
Ich war vor einigen 3 Monate in Indien im Rahmen eines Schülertausches und da habe ich schon mitbekommen, wie Menschen aufgrund von Religion (Buddhismus und Hindusimus), finanzieller Lage, usw. diskriminiert wurden.


Na, in Indien herrscht ja auch das Kastensystem. Hast du davon auch was mitbekommen? Ich weiß jetzt nicht, inwiefern das auch regionsabhängig ist.

Zitat:
So ist z.B. das rechtshändige Tantra vollkommen akzeptiert, das linkshändige jedoch verpönt.


Ich schätze mal, der rechtshändige Weg ist generell in der Welt mehr akzeptiert als der linkshändige - was aber auch irgendwie logisch ist, wenn der linkshändige weniger gesellschaftskonform ist. Zu dem Thema Links vs Rechts haben wir ja bereits einen Faden: http://welt-der-hexen.de/viewtopic.php?f=12&t=458

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Sa 12. Mär 2016, 02:30
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Ja da hast du sicher Recht Dennis, USA ist ein grosses Land und es kommt je nach Region drauf an...
:-D
Das mit de Kameras im öffentlichen Raum finde ich ehrlich gesagt nicht so schlimm... solange ich ja nichts anstelle habe ich auch nichts zu befürchten...

Hmm keine Ahnung ob die Schweiz noch eines der freisten Länder ist. Hier gibt es so unendlich viele "dämliche" bürokratische Gesetze... das ist manchmal echt unglaublich.
z.b. Man darf sein Haus/ Eigentumswohnung NIE ganz abbezahlen (ausser man ist Miliardär) weil man sonst so viele Steuern mehr zahlen müsste, dass man es wieder verkaufen müsste.. :( Echt bescheuert und de rGrund warum 98% der Schweizer immer eine Hypothek auf dem Haus haben. und wenn diese abzulaufen droht, erneuern sie etwas, dass die Hypothek wieder höher ist...
Dafür muss man für ein eigenes Haus "nur" 20% des Wertes aufbringen können.... Es gibt wohl doch immer zwei Seiten.
Oder man darf nicht einfach irgendeinen Velounterstand in seinen Vorgarten stellen... NEIN! Da kommt die Stadtbildkomission und sagt dir welche du nehmen dürftest, damit das Bild der Strasse nicht gestört wird! :o :roll: :evil:
:-D

Das Kastensystem ist eine wesentliche Grundlage des Hinduismus und die Inder (die Hinduisten sind) leben das auch heute noch voll aus. Obwohl unterdessen laut dem Staat auch die Kinder der untersten Kaste (unberührbare) zur Schule gehen dürften... (können sie sich aber sehr oft nicht leisten). Man darf nur innerhalb seiner eigenen Kaste heiraten.
Die Kaste wird laut den Hinduisten dadurch bestimmt, was man im vorigen Leben so angestellt hat. War man ein guter Mensch wird man in einer höheren Kaste wiedergeboren, war man ein schlechter, in einer niedereren Kaste. Die Menschen der untersten Kaste haben mal was gaaanz schlimmes gemacht.
Meine indische Kollegin (sie waren aber Christen) konnte damit nie wirklich umgehen, wenn sie in Indien war... Die Diener des dort lebenden Familienteils schliefen unter dem Tisch in ihrem Apartement und standen 24/7 zur Verfügung... (ohne Decke und Kissen!) und sie hielt ihr den Regenschirm, stand aber selbst im Regen...

Deshalb sagt mir der Hinduismus sooo nicht zu...

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Sa 12. Mär 2016, 10:00
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Scorpio Dennis hat geschrieben:
Aber Bayern ist auch groß, gell. Und München gehört bestimmt eher zu den liberalen Regionen Bayerns. ;-)

Das stimmt, allerdings lebt meine Familie nicht sehr lange in München. Ursprünglich komme ich aus ner relativ kleinen Stadt in Franken.

Mir ging es eher um die Pauschalisierung. Bayern ist zwar strenger und konservativer als die anderen Bundesländer, aber hier gibt es auch sehr viele Hexen und Magiepraktizierende. Es gibt sogar Leute, die München die Hexenhauptstadt Deutschlands nennen. Auch wenn man sich die Bräuche und Geschichte Bayerns anschaut erkannt man sehr schnell, dass Bayern sehr viele Legenden und Mythen von Hexen, usw. hat. Somit ist es vllt etwas übertrieben zu sagen, dass man mit einem Pentagramm in Bayern auffällt oder gar anstößt.

Zu dem Kastensystem.
Ja, ich hab das mitbekommen, allerdings nicht so stark, also keine Extreme. Die Familie bei der ich war, war in einer soliden Mitte und weder "unberührbar", noch reich. Aber ich glaub, damit entfernen wir uns wieder etwas vom Thema.

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Sa 12. Mär 2016, 12:57
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Rhia-Aileen hat geschrieben:
Das mit de Kameras im öffentlichen Raum finde ich ehrlich gesagt nicht so schlimm... solange ich ja nichts anstelle habe ich auch nichts zu befürchten...

Ich auch nicht. Mich stört es z.B. auch wenig, wenn irgendwo, irgendwelche Daten über mein Internetverhalten gespeichert werden oder auch Nachrichten. Ich mache nichts Strafbares, also habe ich auch nichts zu befürchten.

Allerdings kenne ich auch das andere Extrem. Mein Elternhaus hat ein eigenes Netzwerk (alles ist miteinander verbuden von den Fenstern über den Herd bis hin zum Licht und den Rechnern) und dieses wird von meinem Vater eingerichtet, justiert und wöchentlich alle Passwörter ausgetauscht. Er als Ingenieur hat da ne richtige Panik davor, dass irgendein Fremden seine Daten bekommen und für irgendwas nutzen könnte. Aber ich denke, das muss ejder für sich entscheiden.

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Sa 12. Mär 2016, 14:06
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