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 Mein germanischer Glaube 
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Hexe
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Ich tue mich jetzt sehr schwer, das zu formulieren. Ich möchte nicht mißverstanden werden.
Es gibt da ein wundervolles nordisches märchen, ich fasse es nur kurz zusammen, ich bin zu faul es jetzt in voller Länge zu erzählen.
Wahrscheinlich spielt es zur Zeit der Völkerwanderung ( Achtung Ironie als sich die wirtschaftsflüchtlinge aus dem Norden anschickten Richtung Süden zu wandern, weil es sich dort leichter leben ließ) zum Stamm gehörten zwei ältere Frauen, die schon Schwierigkeiten beim wandern hatten. So beschloss der Stamm sie zurück zu lassen. Es half ihnen niemand mehr den Anschluss nicht zu verlieren. Sich das tägliche überleben zu erkämpfen war schwierig genug auch ohne diese beiden unnützen. Auf einer Waldlichtung beschlossen die beiden zu bleiben. Äste und Blätter fanden sie genug um sich einen Unterstand zu bauen. Auch Beeren und andere essbare Pflanzen gab es in Hülle und Fülle,ebenso Feuerholz. Feuersteine hätten sie zum Glück in ihrem Rucksack. Also fürs erste ging es schon. Langsam richteten sie sich ein auf ihrer Lichtung. Mutter Natur sorgte so gut für sie, das genügend übrig blieb um es für den Winter zu trocknen. Auf die Jagd gehen konnten Sie natürlich nicht. Aber sie lernten fallen stellen und brachten auf diese Art Fleisch auf den Speiseplan. So überlebten sie sogar den ersten winter. Im frühjahr traf eines Tages ihr Stamm wieder auf sie. Der war im Kreis gewandert, hatte die Richtung verloren. Außerdem war er zahlenmäßig kleiner geworden. .Einige waren im winter verhungert. und die "Moral" von der Geschichte ?

Jetzt muß ich nochmals etwas weiter ausholen. Natürlich hat es christentum als es die alte Religion verdrängte, deren Anhänger ermordet und geknechtet. Trotzdem haben sich beide Religionen vermischt. Das kriegerische der "alten" götter hat sich mit der gelebten Solidarität auf kosten der Solidarität vermischt. Aber ganz so,einfach ist es nicht. Schließlich ist Jahwe auch ein kriegsgott (z.b. Psalm 58). Auch er bereitet seinen Anhängern ein Fußbad aus dem Blut ihrer Feinde. Ok. Also kein Widerspruch.

Mein Lebensgefährte ist seit einem Jahr querschnittgelähmt. Wir wollen uns beide nicht in einem Heim Endlagern. D.h. Wir brauchen Hilfe von Ämtern. Und das sind die Leute von denen ich geschrieben habe. Die checken nicht einmal, dass sieben ihrer lebenspraxis kriegsgöttern huldigen. Wichtig ist ihnen nur, das man ihnen nicht unterstellen kann, sie seien gutmenschen.
Wahrscheinlich wissen sie weder was ein asartu ist,noch wer crowley war. Vielleicht sind sie ganz banal normopathen( eine psychische Erkrankung)

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Die ewig unentwegten und naiven verstehen freilich unsre Zweifel nicht, flach sei die Welt erklären sie uns schlicht und faselei die sage von den Tiefen ( hermann hesss, das Glasperlenspiel)


Di 23. Mai 2017, 12:16
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ich kenne das Märchen als ein "indianisches". Vielleicht gibt es das in mehr als einem Kulturkreis??? :denkend_0005:


Di 23. Mai 2017, 14:46
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Hexe
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Wahrscheinlich

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Di 23. Mai 2017, 14:49
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Hi Glasperlenspielerin,

irgendwie wirft dein letzter Post in mir viele Fragen auf.
Diese Fabel ist sehr schön, aber was genau möchtest du damit sagen?
Wie kommst du auf einmal auf das Christentum und den Gott des Alten Testaments? (Das Christentum sieht übrigens heutzutage ihren Gott nicht mehr als den kriegerischen Gott des Alten Testaments an.)
Und vielleicht wäre es auch nicht schlecht, die Quelle der Fabel anzugeben. Es handelt sich um "Zwei alte Frauen" von Velma Wallis, die Nacherzählung einer Gwich'in-Legende. Und Nein: Es ist keine nordische Legende.

Ich kann verstehen, dass es echt doof ist, sich mit Ämtern herumzuschlagen, und ich bin mir sicher, das haben viele Menschen schon einmal erlebt. Das kann wirklich sehr unangenehm sein.
Aber verstehe ich dich richtig? Die Leute, von denen du sprichst, sind überhaupt keine Asatru-Anhänger?
Was bei mir noch mal die Frage aufwirft... was genau möchtest du mit deinem Post denn jetzt sagen? In deinem früheren Post hast du doch noch erwähnt, dass es die Anhänger der nordischen Götter sind, die so "intolerant" sind. Aber jetzt sind es auf einmal Leute, die Ásatrú gar nicht kennen. Hat das dann überhaupt noch etwas mit dem germanischen Glauben zu tun...?
Und... ich bin jetzt vollends verwirrt, aber... wie genau passt denn noch Crowley dazu? Der hat ja auch nichts mit Ásatrú am Hut...

Liebe Grüße,
Absol


Do 25. Mai 2017, 18:50
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Hexe
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So einfach ist es eben nicht.
Man muß kein asatru sein um die Intoleranz der asatru zu leben. Die " bekehrten" Anhänger der alten Religion sind selbstverständlich tief im Herzen ihren göttern treu geblieben und so hatbsich das christentum mit der alten Religion vermischt, ohne dass das jemals ausgesprochen wurde. Fürs die alte Religion leben würde niemand verbrannt. Fürs sich dazu bekennen schon. Gut, ok dann hat man eben das kriegerische auf den kriegsgott jahwe projeziert. Das spricht natürlich keiner aus. Fakt jedoch ist, dass die kriegspsalmen im stundengebet der Kirche im jahreskreis immer noch gebetet werden. An einen Kriegsgott. Man deutet eben um. Missverständnisse ließen sich vermeiden würde man es beim Namen nennen.
Ich nehme an, das es das Märchen, das ich erzählt habe, in verschiedenen Kulturkreisen gibt. Ich habe sicher an die 50 Märchenbücher und suche jetzt nicht.
Ich weiß,dass es ähnliche märchen in verschiedenen Kulturkreisen gibt. Dieses wird so eines sein.

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Do 25. Mai 2017, 19:43
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Hi Glasperlenspielerin,

also du hast eine sehr interessante Art, mit Geschichte umzugehen. Deine Ansichten sind äußerst faszinierend, aber ich vermute, Historiker würden das vielleicht noch einmal anders sehen.
Ich persönlich wäre z.B. im Punkt Ásatrú anderer Meinung, zumal ich, wie gesagt, keineswegs finde, dass man als Ásatrú-Anhänger gleich intolerant ist. Intoleranz ist ein weit verbreitetes Phänomen und keines, das man nur auf eine bestimmte Gruppe münzt.
Ob Jahwe ein Kriegsgott ist oder nicht, lassen wir jetzt besser undiskutiert, denn das ginge zu sehr in die Tiefe. Es würde ihn seiner Komplexität berauben, wenn er nur ein Kriegsgott wäre.
Vielleicht wäre die wirklich wichtige Frage hier:

Ist es falsch, Kriegsgötter anzubeten?

Denn ich finde, Nein, das ist genauso okay wie Mond- oder Liebesgötter anzubeten.

Dann... ähm... du nimmst an, dass es das Märchen in mehreren Kulturkreisen gibt? Ähm... nein?
Also ich will ja echt nichts sagen, aber irgendwelche Sachen zu erfinden, finde ich ja nicht so toll.
Ich kann ja auch nicht sagen: "Ja also ich wette, meine neueste Fanfiction hat es so oder so ähnlich auch bei den Alten Griechen gegeben."
So entstehen Gerüchte und, na ja, auch Unwahrheiten.

Liebe Grüße,
Absol


Fr 26. Mai 2017, 20:31
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Hexe
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Registriert: Fr 28. Apr 2017, 18:38
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Wo habe ich gesagt, dass jeder asatru intolerant ist? Wo habevich gesagt , dass ich es falsch finde kriegsgötter anzubeten? Ich habevlediglich gesagt ich mag kriegsgötter nicht. Wo habevich gesagt, dass jahwe nur ein kriegsgott ist? Natürlich ist er Auch ein Kriegsgott.
Die Autorin des Buches "zwei alte Frauen" sagt selber, dass sie ein vorhandenes märchen verarbeitet hat. Gut, darf sie. Das ist aber auch schon alles.
Genau das ist es ja, ich sage jetzt nicht das verunglimpfen mit Worten wie Gerücht und Unwahrheit is typisch für eine bestimmte art der dialogunfähigkeit. Ähnliche Geschichten gib es immer wieder allen Kulturkreisen.
Was z.b. Ist nordisch? Ob es sich um eine skandinavische Geschichte handelt oder eine aus Alaska ist im prinzip egal. Es ist eine Geschichte aus dem Norden.
Wahrscheinlich könnte man sich sehr fruchtbar darüber unterhalten, wenn man nicht persönlich angreift.
Ich muß kriegsgötter nicht mögen. ganz einfach. Ich darf sie auch verachten. Und zwar ganz ohne das haarspaltereien begonnen werden und Worte fallen wie Unwahrheit!

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Fr 26. Mai 2017, 21:07
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Hi Glasperlenspielerin,

schau dir doch noch mal deine Posts genau an und dann noch mal meine.
Ich bin mir sicher, dann lösen sich alle Unklarheiten.
Um genau zu sein, sind Wörter wie "Gerücht" und "Unwahrheit" überhaupt nicht kennzeichnend für Dialogunfähigkeit, im Gegenteil: Wir schreiben uns gerade sehr ausführlich und ich hoffe, es ist auch fruchtbringend.
Ich komme teilweise auch aus der keltischen Richtung, wo es an der Tagesordnung ist, sich Mythen aus dem Ärmel zu schütteln und als "wahr" darzustellen, wenn sie in Wirklichkeit aus einer ganz anderen Kultur stammen oder sogar frei erfunden sind. Und ich sehe, was es mit den Leuten macht. Der eine liest's und erzählt's dem nächsten, der dem nächsten, und so weiter, bis ein "Mythos" entstanden ist, den irgendjemand mal aus purem Jux und Tollerei erfunden hat. (Nichts gegen erfundene Mythen. Sie sind cool. Aber es sollte dran stehen, dass sie auf keinerlei Tatsachen beruhen.)
Selbiges mit deinem Märchen. Wenn es nicht nordisch ist, schreibt man auch nicht dran, dass es nordisch ist.
Und Nein: Nordische Mythen und Mythen aus Alaska sind nicht das gleiche. Tut mir sehr leid, aber ist so.

Ich bitte überdies darum, dich noch einmal davon zu vergewissern, dass ich dich nirgendwo angegriffen habe, Glasperlenspielerin. Das läge mir fern.
Ich wirke hier lediglich in einem - hoffentlich fruchtbaren - Dialog mit.

Jetzt bitte wieder zurück zum Thema: germanischer Glaube.

Liebe Grüße,
Absol


Fr 26. Mai 2017, 21:52
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