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 Magie und Alltag/Familie 
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Hexe
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Registriert: Mi 24. Apr 2019, 08:51
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Juhu, ich hätte dann auch schonmal eine Frage an die Allgemeinheit: wie verbindet ihr Alltag und Magie/Hexenturm miteinander? Ich würde es gerne mehr miteinander verknüpfen, und wäre um ein paar Anregungen sehr dankbar :)

Gerade in Bezug auf das Ausleben im Zusammenhang mit der Familie hab ich großes Interesse an Erfahrungen. Das bereitet mir nämlich die meisten Probleme... Für mich allein ist das eigentlich gar nicht so schweres, aber mit einer kleinen Familie rundherum wird es schon etwas komplizierter O_o
Ich wär sehr dankbar, wenn jemand bereit wäre, ein bisschen aus dem privaten Nähkästchen zu plaudern :mr47_05:

Bei uns in der Umgebung sind eigentlich nur Christen, gerade Kindergarten und meine Familie sind da sehr stark dran behaftet, und beeinflussen mein Kind in die Richtung schon stark, er hat sogar schon eine ablehnende Haltung, deswegen wird es wirklich Mal Zeit, ihm das Mal ein bisschen näher zu bringen. Natürlich ohne Zwang, nur um seine Sicht auf die Dinge Mal neutraler zu gestalten.

Liebe Grüße Meyra :)


So 28. Apr 2019, 15:36
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Heißt also, du kannst dein Hexentum nicht so ausleben oder ausdrücken, wie du es gerne möchtest, Meyra? Bzw. meinst es nicht zu können? Quasi nur im stillen Kämmerlein? Das kann ich schon verstehen....aber mal ne Gegenfrage. Was wäre denn das schlimmste was deiner Meinung nach passieren würde, wenn du dein Hexentum mehr ausleben würdest? Irgendwelche Vorurteile und Klischees würdest du ja vermutlich dadurch nicht bedienen, oder? Eher im Gegenteil, oder? So könntest du es auch als Chance sehen, Aufklärung zu betreiben. Vermutlich auch über die Diskussionen, die sich ergeben würden. (V.a. im Familienkreis) Das mag lästig erscheinen, aber wäre ja wahrscheinlich nur vorübergehend. (Bis sich alle beruhigt haben....und auch bestätigt sehen, dass du keine Kinder frisst oder den Teufel anbetest ;-)) Das mindeste, was du verlangen kannst ist ja, dass sie es tolerieren. Und da kannst du sogar das Christentum als Argument vorlegen. ;-)

Ist das Problem denn "nur" die Akzeptanz im Umfeld oder auch, dass du den Hexenpfad (Rituale, Brauchtum usw) und die entsprechende Lebensphilosophie nicht so mit deinem Alltag verschmolzen bekommst? Das ist sicherlich ein längerer Prozess. Der auch immer mal wieder justiert werden muss. Versuche doch, dich auf das Praktische des Hexentums zu fokusieren und dafür zu nutzen, dein Alltagsleben zu verbessern oder geschmeidiger zu gestalten. Z.b. durch ganz bewusstes Wünschen und Projizieren zur Besserung, wenn du grad mal wieder in einer bescheidenen Situation bist oder -anscheinend- einen "Schlag" erhalten hast. Könntest du dann als Herausforderung für deine Hexerei sehen. :twisted: (natürlich im Sinne von positiver Transformation! Damit meine ich also keine Flüche oder so was :grin: ) Da du ja auch meditierst, was schon mal sehr hilfreich ist, kannst du dir ja auch erst mal feste Zeiten setzen für die Praxis und Pflege....wöchentlich....für die Meditation oder diverse Hexenrituale. Oder Bücher, Spaziergänge in die Natur, alles mögliche was du damit in Verbindung setzt und wo du meinst, es könnte für dein Hexentum und deine Spiritualität förderlich sein. Diese Vorgänge selber müssen selbst ja nicht lange sein. Alles so nach und nach. :) Mit Flexibilität aber auch im Rahmen...damit du nicht zu vernachlässigend wirst. Irgendwann dürfte das dann verschmelzender werden mit dem REst deines Alltags...bzw. dein Alltag werden. :mrgreen: Entscheidend ist, dass du auch immer Spaß an der Sache hast und/oder einen bestimmten Antrieb/Motivation....wenn das mal nicht da sein sollte, dann lässt du es eben mal und widmest dich etwas anderem. ;-)

Wie der ein oder andere User das alle so gemeistert hat, v.a. auch schon zur Jugendzeit, würde mich auch mal interessieren. Ich selber hatte das Problem ja nicht, da mein richtiges Erwachen und "Loslegen" erst mit ca. 22 anfing, wo ich bereits ausgeszogen war und weit weg von der Heimat (USA).......also weg von jeglichem Familien- und Bekanntenumfeld. Von meinem ganzen "früherem Leben"! Das war natürlich sehr befreiend. Mit meinen Eltern hätte ich damit aber denke ich auch nicht wirklich Probleme gehabt, die hatten sich auch hin und wieder mal für Übersinnliches interessiert bzw. waren/sind da relativ aufgeschlossen. Dennoch hätte mich das irgendwie gehemmt denke ich, wenn ich Deutschland geblieben wäre...dann hätte ich vermutlich auch gar nicht meinen Aufwachprozess gehabt....zumindest nicht so rasant und vermutlich erst später. Von daher bereue ich nicht, in die USA ausgewandert zu sein und viele Jahre dort gelebt zu haben. :) Auch wenn es alles anders war, als ich es mir ursprünglich vorgestellt hatte. :lol: O_o :dash1: :kez_11: (Dort bin ich übrigens auch immer wieder mit Hexen in Berührung gekommen....ohne es aber immer direkt zu wissen.... :o )

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"Wie oben - so unten, wie unten - so oben. Wie innen - so außen, wie außen - so innen. Wie im Großen - so im Kleinen."


Mi 1. Mai 2019, 00:21
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Hallo Meyra,

Bei vielen Haushaltstätigkeiten kannst du Magie mit einbinden. Ich kenne einige gar nicht ohne. Z.B. Kehren, da hab ich schon als Kind gelernt, dass man sich zur Haustüre vorarbeiten muss, damit man den unsichtbaren Dreck da rausfegen kann, egal ob man den materiellen Dreck auch an anderer Stelle aufheben und wegwerfen könnte. Als ich klein war hatte unser Besen auch manchmal Zeug an den Stiel gebunden. Wozu das war weiss ich allerdings nicht, und wenn du im Herzen weisst, was du alles wohin kehren willst, dann muss überhaupt nichts auffälliges am Besen sein.

Kochen ist auch so eine Gelegenheit. Also jetzt nicht irgendwelche komischen Sachen in einen großen Kessel werfen und dann hysterisch lachen, sondern ganz normal Essen zubereiten, aber mit einem Fokus und dem richtigen Gefühl dahinter. Und wenn es allen, die davon essen, ganz besonders gut tut, wird sich sicher niemand beschweren. In einer christlichen Umgebung dürfte doch eine Frau die mit ganz viel Liebe für ihre Familie kocht auch sehr willkommen sein, also das fällt bestimmt nicht negativ auf.
Ich könnte auch mal etwas über meine Erfahrungen damit und dem erspüren der richtigen Zutaten schreiben, aber ich glaub das wird hier zu viel, dafür würde ich wohl einen neuen Thread brauchen.

Bischen "Deko" basteln ist ja auch unauffällig, wenn man nicht grade Vogelschädel in ein Windspiel hängt. Bei vielen Dingen war mir früher selber nicht klar, dass sie magisch wirken. Ich merkte nur, dass ich mich wohl fühle wenn ich das mache. Z.B. dass ich mich fühle, als wenn das Haus sicherer und heimeliger wird. Das kann man dann Kunst und Kreativität nennen, da hat selten jemand was gegen.

Du kannst eigentlich alles mögliche für Magie benutzen, solange du in dir selbst das richtige Gefühl finden kannst. Wenn du gutes bewirkst, wird auch dein Kind das fühlen. Wenn du deine Magie im Alltag einfach verwendest wird sie doch auch ein Teil seines Alltages sein. Welche negativen Reaktionen zeigte er denn?


Mi 1. Mai 2019, 10:29
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Hexe
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Dann werde ich Mal mit dem bewussteren tun starten, danke für die lieben Tipps, da kann ich beim nächsten Grossputz schon ein paar Dinge Umsetzen. Mir kamen dabei auch ein paar Einfälle. Also vielen lieben Dank :)

Die festen Zeiten werde ich mir dann auch Mal setzen für das meditieren. Am besten wenn der Partner beim Training ist, dann kann ich mich besser konzentrieren :D

Nunja, mein Sohn hat auch Natürlich schon meine Tarotkarten entdeckt und gefragt was das ist, bzw auch nach meinen Büchern. Sobald Worte in Richtung Magie fallen, sagt er immer das gibt es nicht. Und sowas machen doch Hexen, und Hexen sind böse. Langsam nervt mich da sein Kindergarten ganz schön, die sind wirklich unglaublich streng gläubig und setzen ihm solche Flausen in den Kopf. (Ein Kreuz darf nur für Jesus stehen, wenn er selbst etwas als magisch bezeichnet, gibt es Streit mit den Erzieherinnen) hatte allerdings schon Gespräche mit denen langsam wird es besser, und wir suchen schon nach einem neuen Platz, ist nur leider nicht so einfach :|


Ich werde dann Mal in den nächsten Wochen von Fortschritten berichten :) bin da guter Dinge :)


Do 2. Mai 2019, 13:44
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Hallo Meyra,

auch wenn dein Thread hier schon länger her ist, erzähle ich gerne ein wenig, wie s bei mir war/ist.

Ich wuchs in einer absolut atheistischen Familie auf. Sowohl Grosseltern als auch Eltern hatten NIX mit Religion oder gar de rKirche zu tun. Toll, könnte man meinen... ausser, dass sie auch das ganze "Esoterikzeugs" sehr belächelten und alle als "Scharlatane" abtaten.

Ich fand meinen Weg mit 11 und kaufte mir viele Bücher von meinem Taschengeld. Meine Mama wusste wohl, dass ich "solche" Bücher las, aber dachte wohl es sei eine Phase.
Nun ja, ich praktizierte auch von Anfang an, in meinem Zimmer, meistens Nachts. Jahrelang hielt ich es geheim, dass ich eine Hexe war/bin.

Irgendwann Anfang 20 (22? ) sagte ich es meiner Mama und meiner Schwester. Von da an lebte ich es offen. Sagte offen: Bitte nicht stören, ich mache ein Ritual.. und falls es verbrannt riecht... ich hab's im Griff. :biggrin:
Sie glaubten zwar nicht dran und die erste Frage meiner Mama war: Du machst aber keine rituellen Tieropfer oder???!!!

Ich hab ihr dann ein paar Bücher gezeigt und viel erklärt und dann war es ok.
Mein Papa weiss es wohl auch und seit meine Schwester mir zum 23(?) Geburtstag ein Hexenbuch geschenkt hat, weiss es meine ganze Familie. :lol:

Nun wie handhabe ich es heute. Ich arbeite in einer öffentlichen Schule (Grundschule), wo natürlich spirituelle und esoterische Themen nicht unbedingt gerne gesehen sind, da nicht wissenschaftlich bewiesen. Gleichzeitig haben viele meiner Kolleginnen ein sehr gutes "Gespür" und sind offen für "höhere Mächte" und solche Ideen.
Trotzdem bin ich da offiziell Atheistin und verhalte mich auch so. Meine Religion ist Privatsache und geht niemanden was an und hat auch mit meiner Arbeit nur sehr wenig zu tun.
Ich lasse gewisse Dinge aber einfliessen. Heute sagte ich meinen SchülerInnen: Seid vorsichtig was ihr euch wünscht, denn es könnte in Erfüllung gehen. ;)
Oder ich habe ein paar Steine bei mir am Pult. Wenn jemand ein Blackout hat in einem Test, lege ich den Stein zu ihm/ihr und sie/er soll sich 3 Minuten darauf konzentrieren (Chrysokoll). Das hilft den meisten.
Ich trage viel Schmuck mit Heilsteinen, die mir helfen meine Energien auszugleichen. Wenn ich eher müde bin, hilft mir ein starker Stein, wenn ich etwas zu forsch/genervt bin, hilft mir ein "sanfter" Stein.

Ich betrommle den Vollmond und "bade" micht in ihrem Licht. Bete zu verschiedenen Göttinnen und Göttern, meist sind es eher Gespräche als Gebete.. :denkend_0005:
Ich träume ab und an... mache wenn ich Zeit finde Trancereisen und Meditationen. Mache viel Yoga und kann sagen, dass ich die Magie sehr "integriert" habe im Alltag, vor allem in kleinen Dingen. Parkplatz herzaubern, Energie hervorrufen/ loslassen, mich wärmen mitttels Runen, Eben die Steine... und ab und an kurze Gespräche mit Göttinnen. Das bemerken wenn Tiere um mich rum sind und Gespräche mit diesen, berühre Pflanzen und Bäume oft im Vorbeilaufen und verbinde mich so mir ihnen.
Und natürlich auch die immer enger werdende Verbindung mit meinem Pferd, dass ich nun seit bald einem Jahr "mein" nennen darf. :-D Rituale sind seltener geworden. Ich muss nicht immer gleich alles mit Magie angehen, resp. ich kann es mit Magie angehen, OHNE Ritual. Kurz konzentrieren, imaginieren, abschicken, loslassen, vergessen - erledigt.
Wenn ich ein Ritual machen möchte, dann sage ich meinem Partner Bescheid und er akzeptiert es, auch wenn er selber nicht viel mit meiner Magie am Hut hat. Das reicht mir schon, mehr brauche ich nicht.
Jahreskreisfeste werden natürlich gefeiert, mal ganz klein, mal sehr aufwändig.
Ich lasse mich nicht mehr stressen à la: oh du solltest mal wieder.... du hast schon lange nicht mehr... du musst unbedingt das und jenes üben...
Nö. ich muss gar nix und darf alles. Solange es niemandem schadet. ;) :d_sunny:

Sorry für den langen Text.
Alles Liebe Rhia

_________________
"Of course it is happening inside your head, Harry, but why on earth should that mean that it is not real?"
from: Harry Potter and the Deathly Hallows


Do 15. Aug 2019, 21:42
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Registriert: Do 7. Jan 2016, 13:32
Beiträge: 1217
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Ps: hab grad gesehen, dass ich gar nicht auf die Sache mit deinem Sohn eingegangen bin:

Ich würd ihm ganz klar erklären, dass es in der Welt verschiedene Ansichten und Glaubenssätze gibt. Jemand glaubt dies, ein anderer das und solange alle sich respektiert und ihr Leben leben lassen, es keine Probleme gibt.
Würde ihm dann erklären, dass Hexen früher Heilerinnen waren und das von de rKirche damals nicht gerne gesehen war und sie deshalb schlecht geredet wurden. Nicht alle Hexen sind böse und man soll auf seine eigene innere Stimme vertrauen. :)
Kann natürlich sein, dass er das dann im Kindergarten ausplaudert, aber das wär mir sowas von egal. :d_sunny:

Muss natürlich jede/r selbst entscheiden. Aber wenn er fragt, würde ich ehrlich antworten. Er kennt nur eine Sicht der Dinge und da ist es nur natürlich dass er diese als "wahr" empfindet. Erkläre ihm deine Sicht und dann kann er selbst entscheiden, was er davon hält.
Sollte er dann immer noch Sachen sagen, die dich treffen, dann sag ihm auch das. "Es trifft mich/ macht mich traurig wenn du XY sagst, weil ich an das glaube. Ich habe dann das Gefühl du respektierst mich nicht. Du musst nich dran glauben, aber mir meinen Glauben lassen.".

So oder so ähnlich. :hexe3:

_________________
"Of course it is happening inside your head, Harry, but why on earth should that mean that it is not real?"
from: Harry Potter and the Deathly Hallows


Do 15. Aug 2019, 21:47
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